Bodenschutz unter der Voliere/im Vogelzimmer, Wandfarbe

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Vögel sind leider nicht stubenrein. Überall wo sie sitzen oder losfliegen, lassen sie ein Kötelchen fallen. Nicht weiter schlimm, besteht es doch nur aus Hirse und Wasser. Wenn der aus Harn und Kot bestehende Köttel getrocknet ist, lässt sich dieser auch ganz leicht wegsaugen. Doch schon ab vier Vögeln (bei manchen Haltern auch schon früher) stellt sich die Frage, wie man den Boden vor dem Kot schützen bzw. leichter und schneller säubern kann.

Bei einem kleinen bis mittelgroßen Schwarm bieten sich da noch Pappen (z.B. das Verpackungsmaterial, in dem die Buchenholzspäne geliefert wurde) oder Küchenrolle an. Ab einer gewissen Vogelanzahl sollte man sich allerdimgs auch bei dem Aufkommen an Abfall über die Küchenrolle Gedanken machen. Ich verwende sie heute nur noch an sehr ausgesuchten Stellen und recyceltes Ökopapier, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Sollte es sich bei den Pappen eh um Abfallprodukte handeln, die vom Versand übrig geblieben sind, schadet eine zweite Nutzung als Vogelkotsammler sicher nicht, bevor sie im Altpapier landen. Pappen kann man auch prima absaugen, denn neben dem Kot fallen ja auch immer jede Menge Schreddermaterial, Federn und Futterspelzen an.

Einige verwenden auch Einmaltischdecken, die man z.B. bei Ikea bekommt, da diese aber gebleicht sind und am Boden festgeklebt werden müssen und man sie trotzdem nicht absaugen kann, kamen diese für mich neben der Abfallproblematik nie in Frage.

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Als ich mir endlich den Traum eines richtig grossen Schwarmes erfüllen konnte, wurde ich vor neue Herausforderungen gestellt. Die Lösung mit den Pappen war angesichts der enormen Verschmutzung, die die kleinen Luftpiraten jeden Tag verursachen, nicht mehr praktikabel und störte auch zunehmend mein ästhetisches Empfinden.

Daher fiel meine Wahl auf die gute alte Wachstuchtischdecke, die man ja in jedem erdenklichen Design bekommt und somit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch ist der Quadratmeterpreis meist recht günstig, je nachdem, in welcher Qualität und wo man kauft. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kot quasi nicht drauf haftet und sowohl trocken als auch nass extrem leicht zu entfernen ist. Gerade das Wischen geht kinderleicht. Allerdings sind beim Saugen Grenzen gesetzt, da mein Staubsauger gerne die Decke einsaugt, weswegen ich dazu übergegangen bin, das Rohr nur noch ohne Aufsatz zu verwenden. Dies führt allerdings dazu, dass die Decke nach einigen Wochen/Monaten Löcher bekommt, die sich zwar rückseitig kleben lassen, aber früher oder später doch wieder aufgehen, weil durch das Wischen zweimal in der Woche regelmäßig Wasser in die Ritzen der Klebestelle eindringt. Auch beim Verlegen der Decke unter der Voliere ist viel Geduld gefragt, da sich immer wieder Falten bilden und ich letztendlich doch auch wieder Abstriche in meinem ästhetischen Empfinden machen musste.

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Die meiner Meinung nach beste, aber auch nicht ganz kostengünstige Variante ist das Verwenden sogenannter Rollschutzmatten*, die man normalerweise unter Bürostühle legt, damit die Rollen den Boden nicht zerkratzen. Diese Matten bekommt man manchmal in den Angeboten bei Aldi etc., ganzjährig auch wieder bei Ikea. Eine große Matte kostet um die 20€. Ich habe in meinem Wellizimmer vier Stück (zwei große*, zwei kleine* ) liegen, die zusammen 70€ gekostet haben. Gerne hätte ich auch noch mehr, ist aber eben schon eine Hausnummer. Das schöne ist, dass die am Boden durch eine spezielle Beschichtung haften, weswegen man mit dem Staubsauger locker drüberfahren kann, ohne dass sich die Matte auch nur einen Millimeter bewegt. Zur gründlichen Säuberung ziehe ich die Matten einfach unter den Volieren hervor und stelle sie in die Badewanne, wo ich sie dann mit heißem Wasser und Bürste bearbeite. Danach einfach abtrocken und wieder hinlegen. Einfach und wahrscheinlich die ökologischste Variante, da ich mir die Matten bei meiner Schwarmgröße zweimal in der Woche vornehmen muss (bei kleinerer Vogelanzahl reicht dann vielleicht auch alle zwei Wochen).

Insgesamt empfiehlt es sich, einen guten Boden im Zimmer zu verlegen, der robust (durch das viele Saugen sieht man sonst Kratzer) und gleichzeitig pflegeleicht ist. Wir haben uns für einen hellgrauen Laminatboden in Holzoptik mit leichter Struktur entschieden und sind sehr glücklich damit. Sicherlich ist aber auch Linoleum sehr gut geeignet. Letzteres gibt es wohl auch als Biovarianten ohne Schadstoffe. Vielleicht was für mein nächstes Wellizimmer?

Für die Reinigung der Wände, an denen ja auch immer mal ein Kotklecks hängenbleibt oder die Reste des Frischfutters, empfiehlt es sich, die möglichst glatte Wand (Tapete entfernen! Ist eh giftig, wenn die Wellis dran knabbern) mit einer abwaschbaren Farbe zu streichen. Wir haben ein hellgrün in seidenglänzend gewählt, was sich wirklich bewährt hat.

Diese Wandfarbe  in Kombi mit den Rollschutzmatten, Wachstuch und Küchenrolle, erleichtern mir das Sauberhalten der Welli-WG sehr. Ich kann es euch nur empfehlen!

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