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O wie Obst 🍇🍉🍈🍎🍐🍊🍋🍌🍒🍑🍍🥝🍓

Ihr habt euch weitere Informationen zu dem Hefepilz Macrorhabdus ornithogaster gewünscht.
Ich denke, ein elementares Element ist, dass ich seit Jahren wirklich keinerlei Obst an meine Wellensittiche verfüttere.
Nicht mal ein kleines Stück Apfel, nein wirklich gar nichts.
Der enthaltene Zucker begünstigt das Wachstum des Hefepilzes enorm.
Jeder, der schon mit frischer Hefe gebacken hat, weiß, dass man den Vorteig mit etwas Zucker ansetzt. Und das liegt daran, dass Hefen den Zucker so gut verstoffwechseln können. Beim Kuchenbacken sorgt die „gute Hefe“ dafür, dass der Teig schön aufgeht und locker wird. Der Grund ist das CO2, dass aus der Verstoffwechselung des Zuckers entsteht.
Allen Hefen gemeinsam ist, dass sie sich bei Anwesenheit von Zucker gut vermehren und ich deshalb vorausschauend zuckerhaltige Lebensmittel von dem Speiseplan meiner Wellis verbannt habe.
Dies hat den weiteren Vorteil, dass unsere überzüchteten Hausgenossen, die ohnehin sehr schnell zu Fettleibigkeit neigen, so auch auf einen absoluten Dickmacher verzichten.
Jedem sollte mittlerweile klar sein, dass die ganzen Knabbersachen, egal ob Stangen, Kekse, Schaukeln, Cräcker und was es sonst noch so alles an Müll im Zoofachhandel gibt, unsere kleinen Freunde schwer krankmachen.
Honig ist zweifelsohne ein Wunderwerk der Natur, enthält aber auch überwiegend Zucker und sollte deswegen auch in keiner Vogelnahrung zu finden sein.
Guckt mal auf die Inhaltsstoffe eures Grundfutters. Was ist dort enthalten? Leider ist nämlich selbst dort oft Honig oder Zucker zugesetzt, obwohl man es dort gar nicht vermuten würde. Ich denke, es ist zugesetzt, damit die Körner schöner glänzen… 😟
Vitamin- und Mineralstoffpräparate wie Korvimin können übrigens bedenkenlos verfüttert werden. Der enthaltene Zuckergehalt ist so gering, dass selbst viele Vogelkliniken und Institute einer Gabe bedenkenlos zustimmen und auch ich habe bisher keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Meine Wellis bekommen den in Türchen 4 bereits angesprochenen Golliwoog, Karotten, Gurke, Sellerie, Chicorée und sorgsam ausgesuchte Wiesengräser, da ich eine Freundin habe, die sich super mit den einzelnen Sorten auskennt. 😍
Im Sommer gibt es dann auch tolle Sachen wie Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich, Hirtentäschel und und und. Auch Salat aus dem Garten ist sehr beliebt, aber auch den gibt es hier nur in Maßen, da er oft sehr nitrathaltig ist.
Ich verfüttere nur biologisch erzeugtes Gemüse an meine Vögel, da mittlerweile ja auch bestätigt ist, dass Stoffe wie Glyphosat stark krebserregend sind und man den winzigen Organismen davon nicht mehr als nötig zuführen muss.
Selbstgesammeltes auf Wiesen wasche ich sehr sorgfältig, damit anhaftende Verschmutzungen wie Wildvogelkot oder unbeliebte Mitbewohner wie Zecken nicht ins Vogelzimmer gelangen.
Es empfiehlt sich auch wegen der Abgase nicht an einer Straße zu pflücken und vielleicht auch nicht gerade dort, wo besonders viele Hunde ausgeführt werden oder Freigängerkatzen ihre Geschäfte erledigen.