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An diesem schönen Sonntagmorgen habe ich einen echten Welli-Life-Hack für euch! 🙂

Was habe ich früher an Geld für Golliwoog (oder auch kriechendes Schönpolster genannt) ausgegeben. Gesunde, kräftige Pflanzen bekam ich nur selten für mein Geld.
Irgendwann fing ich dann an, einfach weniger zu kaufen, weil die Wellis jeden Topf ohnehin innerhalb von zwei Stunden völlig zerlegt haben.
Dennoch tat es mir Leid, denn sie hatten so einen Spaß dabei, aber mir war das einfach zu teuer.
Ich probierte, Golliwoog in größere Töpfe zu pflanzen und nur kurzzeitig zu den Vögeln zu stellen. Die Pflanzen erholten sich nach der Rasur aber trotzdem nur im Zeitlupentempo und wenn ich es mal vergaß, den Topf rechtzeitig wieder rauszunehmen, konnte ich doch wieder komplett neu kaufen.
Eine andere Lösung musste her.
Auf günstigere Zimmerpflanzen (Golliwoog gibt es auch als Ziergewächs) zurückzugreifen war leider auch keine Alternative, da diese gedüngt und gespritzt werden und bei den Wellis zu schweren Vergiftungen führen können. Achtet beim Kauf also bitte darauf, dass „für Tiere“ draufsteht, damit ihr kein Risiko eingeht.

Die für mich perfekte Form ist mittlerweile die Ernte: es macht etwas Mühe am Anfang, aber wenn es erstmal wächst und gedeiht, ist alles wunderbar! 🙂
Ich habe dazu lange Triebe der „Mutterpflanzen“ mit der Schere abgeschnitten und die unteren 2-3 cm von den Blättchen befreit.
Diese präparierten Enden habe ich dann in ungedüngte Bio-Erde gesteckt, die leicht angefeuchtet war. Die Triebe wachsen eigentlich recht problemlos an. Lässt man sie lang genug wachsen und verdichtet den Teppich immer wieder durch das Einsetzen neuer Triebe in die Lücken, bilden sich stabile Gewächse wie in meinen Blumenkästen.

Diese stehen ganzjährig hell mit relativ viel Sonneneinstrahlung und mäßigem Gießen. Länger anhaltende Feuchte mag Golliwoog mal abgesehen von der schädlichen Schimmelbildung nämlich gar nicht.
Bei Bedarf schneide ich nun die langen Triebe gleichmäßig ab und gebe diese den Wellis als Grünfutter. Nach zwei Stunden ist auch von diesen mineralstoffreichen Trieben kein Fitzelchen mehr zu sehen. Und das Freuden-Geschrei ist jedes Mal groß, wenn ich mit einem großzügigen Bündel ins Vogelzimmer komme.

Einziger Nachteil: Man braucht relativ viel Platz auf der Fensterbank. Aber auf diese Weise hab ich aus 2-3 gekauften Pflanzen seit über einem
Jahr regelmäßig frisches Grünfutter produziert.
Achtet beim Kauf nur darauf, dass die Pflanzen wirklich gesund und kräftig aussehen. Dann macht das Gärtnern auch Spaß! 😉