Mantrailing – gemeinschaftlich “Jagen” mit dem Hund

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Mantrailing? Auf Deutsch könnte man es wohl am Besten mit “Personensuche” übersetzen. Es handelt sich um ein Element aus der Rettungshundearbeit, bei der verlorene Personen gesucht werden. Der Hund bekommt am Anfang den Duft der gesuchten Person (z.B. ein T-Shirt) und sucht dann mithilfe seiner Nase die verlorene Person, indem er deren Fährte verfolgt. Jeder Mensch verliert täglich insgesamt 16g Hautschuppen und diese können die Hunde erschnüffeln. Je nach Untergrund, Temperatur und Luftverwirbelung ist das unterschiedlich schwierig und anstrengend für den Hund. Am Ende bekommt der Hund von der Person, die sich im Training versteckt, eine besondere Belohnung – quasi den Jagderfolg!

Mantrailing ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit dem Hund. Dabei ist es völlig egal, um welchen Hund bzw. Charakter es sich handelt. Es profitiert jedes Mensch-Hund-Team davon. Gerade für Jagdhunde wie unsere Joy ist das eine sinnvolle Alternative zum eigentlichen Jagen. Es lastet den Hund körperlich und gesitig über die Nasenarbeit aus und stärkt die Mensch-Hund-Beziehung. So hat sich meine Bindung zu Ella nochmal extrem verbessert, die als zurückhaltender und unsicherer Hund auf ihre ganz eigene Weise trailt.  Dennoch hat sich ihre Erwartungshaltung gegenüber Fremden zum Positiven gewandelt und sie achtet viel mehr auf mich.

Um meinen Horizont zu erweitern habe ich kürzlich einen Mantrailing-Vortrag besucht. Die Referentin hat einen ganz guten Überblick gegeben, allerdings sind mir diverse Punkte aufgestoßen und bin daher froh, mit meiner Trainerin jemanden gefunden zu haben, der  mit mir und den Hunden einfach den Spaß an der gemeinschaftlichen Betätigung in den Vordergrund stellt.

Seit dem September 2017 traile ich mit Ella und hätte nie gedacht, dass das UNSERE Sportart werden würde. Joy darf seit ein paar Wochen auch mitmachen und ist mit Feuereifer dabei.

Mit Helga habe ich nicht nur als Hundetrainerin das große Los gezogen, nein auch menschlich. Sie nimmt mich so, wie ich bin, auch wenn das sicher nicht immer einfach ist. Letztendlich trainiert ein Hundetrainer ja nicht die Hunde, sondern deren Halter.

Durch den Besuch des Vortrages der anderen Trainerin wurde mir erst richtig bewusst, was ich für ein Glück hatte, als Trailanfängerin direkt an Helga zu geraten. Ich weiß nicht, ob ich das sonst noch machen würde. Ein Beispiel: Ich habe mich bei dem Vortrag der anderen Trainerin echt unwohl gefühlt beim Thema Leinenführung. Das fing schon an, dass die Leine exakt 7,5m haben müsste, weil eine 5m Leine auf freiem Feld zu kurz wäre und eine 10m Leine in Siedlungen zu lang. Desweiteren müsste sie aus Leder sein, denn alle tierfreundlicheren und praktischeren Varianten wie Biothane würden durchrutschen. Handschuhe hätten beim Mantrailen nichts verloren, weil man dann kein Gefühl für den Hund hätte.

Wir benutzen 5m Leinen und kommen damit sowohl auf Feld als auch in Siedlungen echt gut klar. Bei uns trägt jeder nach Belieben Handschuhe und ich persönlich habe mit meinen Reithandschuhen nicht nur Grip, sondern auch Gefühl. Schliesslich wurden die ja auch entwickelt, um Kontakt mit dem Pferdemaul aufzunehmen…

Es mag sein, dass Leder manchen Leuten angenehmer in der Hand liegt als beispielsweise eine gummierte Nylonleine, die beim Anziehen des Hundes oft in die Hand einschneidet. Da Biothane aber die positiven Eigenschaften von Nylon und Leder miteinander verbindet, nämlich das angenehme Gefühl in der Hand und gleichzeitig die Pflegeleichtigkeit von Nylon, muss meiner Meinung nach, kein Tier dafür sterben. Ja, richtig gehört, für Leder sterben Tiere. Ein Schlachthof als Wirtschaftsunternehmen macht seine Haupteinnahmen über die eigentlichen “Abfallprodukte” der Schlachtung, die ins Tierfutter gehen und an die Lederindustrie verkauft werden. Daher vermeide ich Leder, wo es geht und habe mir auch Gedanken gemacht, was meine Hunde da eigentlich zu fressen bekommen. Ich muss sagen, die drei Wochen Pflichtpraktikum im Schlachthof im Rahmen meines Studiums waren da augenöffnend! Es ist zum größten Teil echt ekelerregend, was in den Tonnen für Tierfutter landet. Eitrige Lungen und von Parasiten zerfressene Lebern gesellen sich da zu den anderen ekligen Sachen. Doch ich will das nicht weiter an dieser Stelle ausweiten. Wer mehr Informationen möchte oder es nicht glaubt, dass das Fleisch (das zum größten Teil als billige Ramschware in den Läden auftaucht) nicht für den Haupterlös des Tierkörpers verantwortlich ist, kann gerne in dem Schlachthof seines Vertrauens nachfragen! Ich war auch schockiert angesichts dieser Fakten, dachte ich doch, durch meinen fehlenden Fleischkonsum kein Tierleid mehr zu verursachen. Vorher war ich bezüglich Lederwaren recht locker eingestellt. Seitdem ich das weiß, versuche ich jedoch Leder zu vermeiden, wo es irgendwie geht. Daher benutze ich lieber eine 5m Biothane-Leine mit Handschuhen, wenn ich dadurch Tierleid vermeiden kann und verzichte auf das angeblich so viel bessere Gefühl in der Hand, weil sich das Leder leicht dehnt, wenn der Hund zieht. Als Belohnung für dieses lebensdienliche Handeln kann ich meine Biothane-Leine einfach in die Waschmaschine werfen und bekomme hinterher eine Leine, die wie neu aussieht. Bei Leder müsste ich diese erst z.B. mit Sattelseife reinigen, trocknen lassen, dann fetten, einziehen lassen und dennoch hätte ich beim nächsten Gebrauch wahrscheinlich Fettspuren an meiner Kleidung und den Händen. Denn durch die Feuchtigkeit (der die Leine durch das Schleifen auf dem Boden definitiv ausgesetzt ist), wird das Leder schnell spröde und rissig. Mir ist der Pflegeaufwand zu groß. Während meine Leine sich in der Waschmaschine zu neuem Glanz verhelfen lässt, kuschele ich lieber mit meinen Hunden, anstatt mühevoll das Leder zu reinigen und zu fetten.

Doch wieder zurück zum Mantrailen, aber beim Thema Fleisch und Tierfutter bleibend.  Die Referentin führte weiter aus, dass als Belohnung nur eine winzige Menge Feuchtfutter angeboten werden dürfte. In unserer Trailgruppe darf das jeder selbst entscheiden, wie er seinen Hund belohnen möchte. Da jeder Hund anders ist und manche auch lieber über Spiel oder Körperkontakt belohnt werden wollen, möchte ich persönlich das selbst für meinen Hund entscheiden dürfen…

Die Begründung für das Feuchtfutter war, dass der Hund durch das Schnüffeln extrem viel Flüssigkeit verliert und wenn er dann noch Trockenfutter bekäme, würde die Riechschleimhaut noch weiter austrocknen. Aufgrund meiner physiologischen Kenntnisse bin ich der Meinung, dass der Hund es noch bis zum Auto aushält, wo er dann frisches Wasser bekommt. Was er sowieso nach jedem Trail in ausreichender Menge aus genannten Gründen bekommen sollte. Denn dies ist vollkommen richtig, nur die Verknüpfung mit dem Trockenfutter fand ich etwas übertrieben, da die Trails ja meist nur wenige hundert Meter lang sind und der Hund es bestimmt schafft, noch 250m zum Auto und Wassernapf zurückzulaufen. Unsere Hunde bekommen Leberwurst oder Lachspaste am Ende. Diese gibt es in praktischen Tuben zu kaufen und die lassen sich auch unauffällig in der Tasche verstauen. Nicht, dass der Hund am Ende nach seiner Belohnung sucht und nicht nach dem Duft der Versteck-Person.

Dann ging es um die Leinenführung. Die Körpersprache ist zweifelsohne ein wichtiges Element im Hundetraining. Doch möchte ich persönlich nicht herumgeschoben werden, wenn ich gerade nicht die perfekte Körperhaltung habe und auch nicht ständig kritisiert werden, wenn ich Führhand und Haltehand miteinander vertausche. Meine Trainerin achtet auch darauf, dass wir gewisse Grundregeln bei der Leinenführung einhalten. Die dienen aber dazu, dem Hund Sicherheit und Orientierung zu vermitteln und nicht dem Drill der Menschen. Und als solches empfand ich die detaillierten Ausführungen dazu, wie die Referentin es rechtfertigte, bei ihren Kunden körperlich und ausfallend zu werden. Ich musste wirklich kämpfen, meine Gesichtszüge in den Griff zu bekommen, als sie dies schon beim Vortrag ansprach.

Als wir dann einen Ort zum Antrailen vorschlugen, kam der Einwand, dass sie prinzipiell nur in Ortschaften antrailen würde. Ich konnte das nicht nachvollziehen. Da die Referentin aber angesichts meiner freundlichen Nachfragen schon genervt war, hielt ich meinen Mund. Ich kenne es nämlich als Faustregel im Hundetraining, dass man zunächst in einer ablenkungsfreien Umgebung trainiert. Das ist sicherlich in einer Ortschaft nicht der Fall. Und so bin ich auch hier dankbar, dass meine beiden Hundemädels die ersten Trails in einer ruhigen Umgebung absolvieren durften, um erstmal zu verstehen, worum es bei der Arbeit denn geht. Wie soll sich denn ein unerfahrener Hund auf den EINEN Geruch richtig konzentrieren, wo es in einem Ort doch zig andere gibt und beispielsweise durch Autos ständig verwirbelt wird? Das ist aus meiner Sicht doch erst etwas für die schon etwas Fortgeschrittenen…

So, es gab noch einige andere Sachen, die mir gezeigt haben, welches Glück ich mit meiner Trainerin habe, aber ich beschränke mich auf eine letzte Sache. Die Personen, die sich verstecken ziehen sich bei der Referentin eine Leuchtweste an. Das mag bei Dunkelheit aus Sicherheitsgründen ja Sinn machen, aber unsere Vierbeiner sind doch nicht doof und werden statt der anstrengenden Nasenarbeit lieber auf die wesentlich leichtere Sichtsuche umschwenken. Da unsere Hunde aus der Trailgruppe mittlerweile gezielt nach hockenden Personen suchen, sind wir dazu übergegangen, uns mittlerweile z.B. vor ein Schaufenster zu stellen oder auf und ab zu laufen, um die Situation so natürlich wie möglich zu halten und um die Hunde zu animieren, wirklich mit der Nase zu suchen.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich das Vertrauen zwischen Ella und mir enorm gesteigert hat. Da ich nicht weiß, wo sich die gesuchte Person aufhält, muss ich mich ganz auf meinen Hund verlassen und diesen lesen. Das schweißt enorm zusammen.

Dazu kommt neben den anfangs erwähnten positiven Auswirkungen bei ängstlichen Hunden auch noch der medizinische Aspekt. Gerade gehandicapte Hunde oder auch alte profitieren von dieser Arbeit. Dadurch dass sie kontrolliert an der Leine gehen und leicht ziehen, müssen sie Muskeln anspannen, die dadurch trainiert werden. So tut unsere Joy gleich was Gutes für ihre Hüften, wenn sie auf diese Weise kontrolliert jagt. Diese Kombi gleicht einem Sechser im Lotto, oder?

Den Ehrgeizigen sei noch gesagt, dass Mantrailing einfach Spaß machen sollte. Man sollte sich nicht vergleichen. Das habe ich anfangs getan und war todunglücklich, weil Ella nicht so wie die anderen rannte. Dabei geht es doch nur um den Wettbewerb mit sich selbst. Um den persönlich mit dem Hund gemeinsam erlangten Fortschritt. Jeder Hund hat wie der Mensch seine Schwächen und Stärken. Ich denke, es gilt die Stärken zu stärken und die Schwächen einfach zu akzeptieren. Die werden dann automatisch kleiner.

Als professionelle Suchhunde werden die Hobby-Trailhunde nur äußerst selten eingesetzt. Dafür gibt es die Profi-Hunde, die dafür ausgebildet werden. In sehr seltenen Fällen kommt mal ein außergewöhnlich begabter Hobbytrailhund zum Einsatz, wenn nicht aureichend Einsatzhunde vorhanden sind. Ich gebe zu, meine Joy ist so strebsam und talentiert, dass ich davon träume, mit ihr mal in Zukunft einen “richtigen” Einsatz zu machen. Da liegt allerdings noch ein langer Weg vor uns. Weniger wegen des Hundes, sondern eher wegen des anderen Endes der Leine. Hunde können mit ihrer Nase arbeiten. Wir müssen lernen, sie richtig zu lesen und zu lenken. Für mich ist das eine tolle Motivation stetig besser zu werden.

(Ich werde versuchen, hier auch Videos und Fotos vom Mantrailen hochzuladen. Momentan mangelt es noch am Material, weil ich ja schlecht gleichzeitig filmen und trailen kann. Ich bin aber dran, damit ihr euch im wahrsten Sinne des Wortes besser ein Bild machen könnt… 😉 )

Die liebe HELGA findet ihr übrigens hier: https://www.martinruetter.com/rinteln/

und auf Facebook: https://www.facebook.com/Martin-Rütter-DOGS-GarbsenRinteln-355426201202087/?fref=ts

 

Eingangscheck-Tupferproben

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Jeder neue Vogel, der zu bereits vorhandenen Vögeln gesetzt wird (dabei spielt es keine Rolle, ob es sich “nur” um einen neuen Partnervogel handelt oder ob er in einen bestehenden Schwarm kommt), sollte einer Eingangsuntersuchung unterzogen werden. Was getestet wird, hängt von den vorhandenen Vögeln und deren Erkankungen, den Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen Erreger und dem persönlichen Sicherheitsempfinden des Besitzers ab.

Wichtig dabei ist, wie die Proben genommen werden, denn sonst sind die Untersuchungsergebnisse nicht aussagekräftig. Viele Tierärzte wissen nicht einmal, auf was sie untersuchen sollen. Aber auch einige sogenannte vogelkundige Tierärzte (wer sich so bezeichnet, ist keine geschützte Angabe), machen erhebliche Fehler bei der Probenentnahme. Sicherlich könnte man sagen, dass dies eine nicht verzeihliche Wissenslücke darstellt, jedoch muss man den Tiermedizinern zugute halten, dass nur die wenigsten eine fundierte Ausbildung hierzu im Studium bekommen haben und wer nicht selbst großes Interesse zeigt und sich mit Eigeninitiative informiert, weiß dann eben kaum etwas über das Lebewesen Vogel. Ich finde, man kann es nicht von jedem erwarten, dass er Vögel unglaublich spannend findet oder sich neben dem stressigen Berufsalltag in seiner Freizeit über Vogelkrankheiten fortbildet. Fair fände ich aber, wenn eben solche weniger vogelaffinen Tierärzte dann auch sagen würden, dass sie sich solche Untersuchungen nicht zutrauen, weil sie sich nicht ausreichend auskennen.

Damit Sie Ihrem Tierarzt mit fundiertem Know-how entgegentreten können, fasse ich hier mal die für mich wichtigsten Untersuchungen und deren Durchführung zusammen.

Trichomonaden: Hierbei wird ein Abstrich aus dem Kropf eines Vogels entnommen, wobei über den linken Schnabelwinkel vorsichtig ein feuchter Tupfer über die Choanen in Richtung Kropf vorgeschoben wird. Nach der Entnahme empfiehlt es sich, sofort an dem Tupfer zu riechen, da ein leicht fischiger Geruch schon ein erster Hinweis auf Trichomonaden sein kann. Danach muss der Tupfer sofort in körperwarmer Natriumchloridlösung auf dem Objektträger ausgestrichen werden, da Trichomonaden ausserhalb des Wirtes und bei Kälte schnell absterben. Auf Trockenheit reagieren sie ebenfalls sehr empfindlich, daher darf es auf dem Objektträger gerne etwas schwimmen. Diese Eigenschaft der Trichomonanden bietet gleichzeitig eine gute Prophylaxemassnahme, insofern, dass man die Wassergefäße der Wellensittiche stets doppelt vorrätig haben sollte, sodass man diese über Nacht komplett durchtrocknen lassen kann.  Ist das Ergebnis positiv sieht man kleine farblose leuchtende Flummikugeln in Kreisbewegungen über das Bild im Mikroskop huschen. Macht man bei der Probenentnahme etwas falsch und sind die Trichos bereits abgestorben, könnten diese leicht mit kleinen Luftbläschen unter dem Deckträger verwechselt werden, sodass das Ergebnis fatalerweise negativ ausfällt. Es können prinzipiell alle Altersklassen befallen werden, oft sind aber die Jungvögel, die man eben vom Züchter abgeholt oder noch schlimmer aus dem Baumarkt, Zoofachhandel gekauft hat, stark betroffen. Der sogenannte gelbe Knopf sorgt bei den Vögeln für Atemnot, da der gesamte Rachen mit einem gelblichen Belag überwuchert wird, der durch die extreme Schleimhautschädigung verursacht wird. Häufig kommt dieser Erreger auch bei unseren Stadttauben vor, die daran jämmerlich zugrunde gehen, weil deren Schicksal leider keinen interessiert. Doch das soll an dieser Stelle kein Thema werden.

Eine weitere recht einfach Untersuchung stellt die

Kotuntersuchung auf Parasiteneier und Macrorhabdus ornithogaster dar.

Es sollte eine ganz frische Kotprobe, die noch weich und grün ist, ohne Harnsäureanteil (das Weisse im Klecks) auf Parasiteneier untersucht werden. Gerade wenn Vögel aus Aussenvolieren kommen, haben sie oft Spulwürmer. Wenn Harnsäure mit in die Probe unter das Mikroskop gelangt, sieht man vor lauter schwarzen Pünktchen nichts.

Macrorhabdus erkennt man als große durchsichtige, lediglich fein schwarz abgegrenzte große längliche Strukturen, die am ehesten Bakterien ähneln. Daher hat Macrorhabdus ornithogaster auch seinen umgangssprachlichen Namen Megabakterien (also sehr große Bakterien) oder kurz Megas erlangt. Da dieser Hefepilz aber nicht immer ausgeschieden wird, können auch negativ ausfallende Proben bei befallenen Vögeln vorkommen. Dies ist aber kein Grund zur Panik, da man mittlerweile davon ausgeht, dass quasi alle Wellensittichbestände durchseucht sind und auch positiv getestete Vögel nie erkranken müssen. Das Gemeine oder auch der Vorteil an der Krankheit ist, dass sich Macrorhabdus erst in einem geschwächten Vogelorganismus ausbreitet, wie z.B. beim Vorliegen eines Tumors. Ich habe bis jetzt erst zwei Vögel an Macrorhabdus verloren, wovon beide einen Tumor hatten und wo die 28tägige Behandlung mit Amphotericin B nicht angeschlagen hatte. Macrorhabdus besiedelt die Belegdrüsen des Magens, die Salzsäure produzieren, weswegen die Körner nicht mehr ausreichend verdaut werden können, der Vogel in Folge abmagert (Going-light-syndrome deswegen auch genannt) und es zum Erbrechen unverdauter Körner kommt oder diese über den Kot ausgeschieden werden. Somit handelt es sich hierbei um charakteristische Leitsymptome.

Seit 2012 ist durch den Wegfall der Psittakose-Verordnung auch eine Untersuchung auf Chlamydien sinnvoll.  Bei Chlamydia psittaci handelt es sich um intrazelluläre Erreger, weswegen ein TROCKENER Tupfer unerlässlich ist. Denn nur so wird Zellmaterial abgetragen, in dem sich die Chlamydien gegebenenfalls aufhalten. Wichtig ist hier die Entnahme von drei Lokalisationen: Konjunktiven (Bindehaut am Auge), Rachen/Choanen und Kloake. Bitte in dieser Reihenfolge, weil für alles ein- und derselbe Tupfer verwendet wird, der dann in ein spezielles Nährmedium gesteckt wird. Diese Untersuchung muss dann weiter per PCR in einem Labor erfolgen, weil der Nachweis ansonsten nicht aussagekräftig ist.

Weil gerade wieder Grabmilben auf dem Vormarsch sind, sollte der Neuzugang, gerade wennn er noch jung (unter 2 Jahren) ist,  ein Spot on dagegen bekommen (meist Ivomec), da Grabmilben im Vogelkörper jahrelang symptomlos leben können und plötzlich ausbrechen können. Dies passiert meist, wenn der Vogel in eine neue Umgebung kommt, an etwas anderem erkrankt ist oder aus sonstigen Gründen Stress hat. Die Grabmilben befallen oft zuerst die Wachshaut, können aber auch auf Augen, Schnabel und Beine und am unangenehmsten auf die Kloake übergehen. Schon bei den ersten kleinen Verkrustungen sollte man dringend schnellstmöglich handeln und nicht erst warten, bis die Milben mit ihren Bohrgänge das Gewebe zerfressen haben. Grabmilben sind wirklich einfach zu behandeln. Da muss kein Welli drunter leiden. Sollte der Befall dennoch schon zu Bohrgängen geführt haben, können auf Schnabel und Ständer Paraffinöl aufgetragen werden, die die Milben in ihren Gängen ersticken lassen. Die Borken sollte man aufweichen und diese dann vorsichtig entfernen. Gegebenenfalls muss die Behandlung mit Ivermectinen mehrfach wiederholt werden. (EDIT: Ich hatte zeitweise einen Vogel mit schwerstem Milbenbefall aufgenommen, den ich über vier Wochen behandeln musste. Daher weiß ich, dass es völlig ausreichend ist, einmal wöchentlich mit Ivermectinen zu behandeln und man den Stress des Einfangens und Einölens der betroffenen Stellen dem Wellensittich gerne ersparen kann.)

(Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und setzt den Schwerpunkt auf die Art der Probenentnahme. Für das Bild und Behandlung der Erkrankungen ist dieser Artikel in keiner Weise hinreichend, da auch nicht darauf ausgelegt!)

Hundemantel – nötig!?

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Über die Bekleidung bei Hunden gehen die Meinungen weit auseinander. Daher möchte ich gleich vorab klarstellen, dass ich es pervers (ja, ich benutze den Ausdruck absichtlich!) finde, wenn Menschen ihren Hunden aus modischen Gründen irgendwelche “Puppensachen” wie Lederhosen etc. anziehen. Hunde sind einzigartige, fühlende Lebewesen und keine Barbiepuppen.

Ich möchte hier über Hundebekleidung reden, die meiner Meinung nach wirklich sinnvoll und berechtigt ist. Doch ich beginne von vorne.

Unsere Hunde trugen jahrelang keine Kleidung außer ihres Fells, das ohnehin kein menschliches Produkt ersetzen kann. Als Balou etwa 10 Jahre alt war, fiel mir auf, dass er das Gesicht verzog und komisch lief, wenn wir im Winter  länger in der Stadt und somit an der Leine unterwegs waren und/oder wenn Schneematsch lag. So kam ich zu meinem ersten Hundemantel, da Balou offensichtlich fror.

Eine Studienkollegin hatte für ihre Hündin bereits einen Mantel*, der bis auf das Fellimitat eher wie eine dicke Pferdedecke aussah. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte und so bekam Balou dengleichen eine Nummer größer. Besonders gut finde ich da, dass auch der Bauchlatz schön wattiert ist und einen Großteil des Brustkorbes abdeckt, sodass hochspritzender Schlamm oder Schneematz am Mantel und nicht am Hundebäuchlein hängen.

Auch mein erster Hund Rocky, der bei meinen Eltern lebte und im Winter mit seinem dünnen Fell entsetzlich fror, bekam einen wattierten wie Balou zu Weihnachten. Von da an trabte Rocky selbst bei eisigen Temperaturen wieder fröhlich durch den Schnee.

Da ich unsere langhaarigen Hunde schon damals zweimal im Jahr schur, kam es vor, dass ich nach der Herbstschur, wenn schon früh kalte Tage kamen, Balou auch schon tageweise den Mantel* anzog. Insbesondere dann, wenn keine Sonne schien.

Seit dem Winter 2012 habe ich nun eben schon diesen warmwattierten Mantel* in Gebrauch und bin mit der Qualität echt zufrieden. Er hat damals um die 20€ gekostet (am Preis hat sich kaum was geändert) und ich muss ihn nach dem Waschen halt imprägnieren und einmal musste ich die Steckschließe austauschen, die mein Mann zwischen die Autotür eingeklemmt hatte. Ansonsten werde ich demnächst mal die Gummibeinschlaufen austauschen, aber vom eigentlichen Mantel her, ist der trotz häufigen Tragens  noch top in Schuss!

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Für den Herbst 2014 hatten wir einen Urlaub auf Hiddensee geplant. Da es im Herbst ja schon sehr kalt werden kann, wenn es regnet, sollte ein reiner Regenmantel für Balou her. Den passenden fand ich auf Empfehlung einer Pferdebesitzerin beim pony-express. Dieser sieht aus wie eine Miniaturpferdedecke und ist sehr solide verarbeitet. Da hängt kein Faden weg. Der Preis war auch völlig in Ordnung. Allerdings fielen zumindest damals die Modelle etwas groß aus, sodass wir uns mit einem zusätzlichen Bauchgurt behelfen mussten. Balou stört es nicht und vielleicht haben wir ja auch mal einen noch größeren Hund. Wir hätten den Mantel bestimmt auch zurückschicken können, aber er kam einen Tag vor Urlaubsantritt an und so nahmen wir ihn einfach so mit. Praktisch ist, dass man den einfach über den wattierten ziehen kann und Balou so warm UND trocken bleibt. Mein erster Mantel hält ihn zwar spitze warm, aber nur Nieselregen stand. Wenn es stärker regnet, saugt sich die Wattierung voll.

Im Herbst 2017 hielten dann der dritte und vierte Mantel Einzug. Von denen bin ich total begeistert. Ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, denn selbst das Material wäre teurer, wenn man diesen selbst nähte. Es handelt sich um einen neonorangenen Softshellmantel*, der super leicht ist und bei Wind perfekt ist. Aber auch bei Regen liefert er nach zusätzlicher manueller Imprägnierung eine gute Performance. Durch die Farbe und die Reflektorstreifen stellt er ein wichtiges Sicherheitsutensil bei meinen Spaziergängen in der dunklen Jahreszeit dar. Wir haben gleich zwei bestellt, da Balou zwischen zwei Größen lag. Letztendlich haben wir bei dem Größeren den Bauchgurt gekürzt und noch zwei Klettverschlüsse an den Seiten hinzugefügt und nun ist er perfekt und deckt bei Balou auch den Schwanzansatz und die Oberschenkel toll ab. Auch hier ist der Bauchlatz sehr schön groß und schützt den Brustkorb. Ella hat den kleineren der beiden Mäntel bekommen und trägt auch den bei starkem Regen mit Würde, obwohl sie es sonst hasst, irgendetwas außer Fell zu tragen.

Als ich begeistert von den orangenen Softshellmänteln erzählte, bestellten meine Eltern auch gleich zwei für ihre beiden alten Hunde mit wenig Fell. Seitdem gehen wieder alle gut gelaunt mit den “Beiden von der Müllabfuhr*” spazieren! 😉

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Es gibt auch Mäntel, die keinen großen Witterungsschutz darstellen, aber durchaus sinnvoll sind, weil man den Hund gerade in der dunklen Jahreszeit besser sieht. Janosch steht Modell. 😉

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er seinen Hund bei verschiedenen Witterungsbedingungen schützt. Unserer kleinen Joy ziehe ich zum Beispiel nichts an, die ist selbst bei Regen und Sturm als Jagdhundmischling so auf Betriebstemperatur, dass sie fast hechelt.

Auf der anderen Seite leben unsere Hunde meistens den größten Teil des Tages im Haus und erleben dann einen Temperatursturz, wenn wir nach draußen gehen. Solange der Hund draußen frei rennt, mag das wohl noch gehen. Was ist aber, wenn er an der Leine gehen muss oder aufgrund des Alters nicht mehr so agil ist? Wir gehen ja schließlich im Winter auch nicht im T-Shirt und mit kurzer Hose raus.

Aus heutiger Sicht würde ich auch Hunden mit Fell ohne Unterwolle im Winter immer einen Mantel anziehen. Wir machen unsere Mantelauswahl vom Wetter abhängig und wenn es ein windstiller, sonniger Tag ist, geht Balou auch mal “nackig”.

Eine Bitte habe ich noch: Kauft eurem Hund bitte keinen Overall. Das schränkt den Hund extrem ein und dient nur dazu, dass der Hund sich nicht dreckig macht. Das ist aber ein Menschenproblem! Und wer seinen Hund nach einem Regenspaziergang nicht abtrocknen möchte, der sollte sich meiner Meinung nach keinen Hund halten…

 

Weitere Bilder von unseren Hunden im Mantel folgen! 🙂

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Tierschutz!? Eine Geschichte (noch?) ohne Happy End

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Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich euch erzähle, was mir neulich bezüglich des Tierschutzes passiert ist. Ich will niemanden bloßstellen, deswegen werde ich das anonymisiert darstellen, aber vielleicht könnt ihr mir ja helfen, zu verstehen.

Ich habe kürzlich auf einer Tierheimseite zwei flugunfähige Wellensittiche entdeckt. Da sie eine ganze Weile auf der Seite standen, habe ich nachgefragt, ob die Zwei noch da wären und wie sie ihre Vermittlungschanchen einschätzen. Ferner, ob sie noch eine Ursache für die Flugunfähigkeit wüssten und dass ich gerne bei der Vermittlung behilflich sei, weil flugunfähige Wellensittiche ja besondere Bedürfnisse haben.

Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf, dass der eine Welli bereits verstorben sei und der andere nicht zur Vermittlung stünde, weil es ihm nicht gut ginge. Sie sagten noch, dass er nicht leiden müsste, weil er ja bei anderen Vögeln säße. Ich war angesichts dieser Begründung so perplex, dass ich mich nur bedankt und verabschiedet habe. Mehrfach versuchte ich zurückzurufen, nachdem ich meine Fassung wieder gewonnen hatte. Niemand ging ran.

Also beschloss ich kurzerhand, die knappe Stunde Fahrt in Kauf zu nehmen und noch am selben Tag persönlich im Tierheim vorbeizusehen. Als ich dort nachfragte, weswegen der zweite Welli jetzt nun auch nicht mehr zur Vermittlung stünde, wurde ich an das Kleintierhaus verwiesen, sodass zwei Pfleger dessen plötzlich vor mir standen. Die eine Pflegerin erzählte mir, dass es dem Welli nicht gut ginge und man da nichts machen könne, da er ja schon alles hätte, was er braucht: frisches Wasser, gutes Futter, frisches Obst und Vitamin C ins Trinkwasser. Er wäre entwurmt worden und hätte etwas gegen Ektoparasiten bekommen. Er käme aus schlechter Haltung und wäre wie sein Kumpel, der bereits verstorben ist, angesichts der guten Haltung im Tierheim so gestresst, dass es ihm jetzt nicht gut ginge.

Daran sind mir verschiedene Dinge aufgestoßen, sodass ich mit Engelszungen zu erklären begann: Da die meisten Wellensittiche Macrorhabdus haben, ist Obst nichts für Wellensittiche, weil es durch den enthaltenen Zucker das Wachstum dieses Hefepilzes stark begünstigt. Da diese Erkrankung oft in Kombi mit Stress auftritt, ist es aus meiner Sicht das Falscheste, gerade dann Obst zu füttern. (Das habe ich dort so natürlich nicht gesagt, ist aber meine Meinung.)

Weiterhin versuchte ich zu erklären, dass man bei Vögeln durchaus durch Diagnostik und Behandlung bei einem schon schlecht aussehenden Welli  noch Vieles retten kann. Daraufhin wurde mir erklärt, dass es ihre Möglichkeiten überstiege, den Vogel von einem vogelkundigen Tierarzt untersuchen zu lassen. Als ich anbot, die Behandlung zu übernehmen, wurde behauptet, dass dies nicht ginge, weil ihr Tierarzt keine kranken Vögel rausgäbe.

Ich bat darum, mit diesem Tierarzt sprechen zu dürfen. Dies wurde abgelehnt mit der Begründung, dass dieser von einer Tierärztin angezeigt worden wäre, nachdem diese jahrelang kranke Vögel mitgenommen und aufgepäppelt hätte. Mein Bitten wäre dadurch angeblich kontraproduktiv.

Ich erzählte von meinen Vögeln und bekundete mein Bedauern, dem kleinen Piepmatz dort nicht helfen zu dürfen.

Doch alles freundliche Erklären und Bitten half nichts. V.a. die eine von beiden blieb bei ihrem anfangs ausgesprochenen rigorosen „Nein“.

So blieb mir nichts weiter, als mich zu verabschieden und den kleinen Mann dort schweren Herzens sitzen zu lassen, nachdem ich abermals bekundet hatte, ihn jederzeit abzuholen und zu einem vogelkundigen Tierarzt auf eigene Kosten zu bringen.

Alles in allem hatte ich das Gefühl, dass dort etwas verborgen liegt. Dies ging mir schon nach dem Telefongespräch so und nach meinem persönlichen Besuch hat sich dieses  Gefühl verstärkt. Ich verstehe nicht, warum sie den kleinen Mann, dem es offensichtlich schlecht geht, inmitten von anderen Vögeln sitzen lassen, mit der Begründung, dass er ja nicht leide, wenn er Vögel zur Gesellschaft hätte. Es muss doch irgendeinen Grund haben, warum der eine Vogel verstarb und es dem anderen schlecht geht. Dabei handelt es sich zudem noch um Fußgänger, die in einer normalen Voliere schlecht bis lebensbedrohend aufgehoben sind, da die Absturzhöhe zu hoch ist. Zumal in dieser Voliere unten Kaninchen drin laufen.

Ich verstehe nicht, wie Menschen, die im Tierschutz arbeiten, einfach zusehen können, wie dieser augenscheinlich behandlungswürdige Vogel einfach so dahinsiecht bis zum Tod (der ohne Behandlung absehbar ist). Wenn ihr es versteht oder euch noch etwas einfällt, was ich tun könnte, sagt es mir bitte gerne!

Das nächste Mal gibt es wieder eine Geschichte mit Happyend!

Bodenschutz unter der Voliere/im Vogelzimmer, Wandfarbe

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Vögel sind leider nicht stubenrein. Überall wo sie sitzen oder losfliegen, lassen sie ein Kötelchen fallen. Nicht weiter schlimm, besteht es doch nur aus Hirse und Wasser. Wenn der aus Harn und Kot bestehende Köttel getrocknet ist, lässt sich dieser auch ganz leicht wegsaugen. Doch schon ab vier Vögeln (bei manchen Haltern auch schon früher) stellt sich die Frage, wie man den Boden vor dem Kot schützen bzw. leichter und schneller säubern kann.

Bei einem kleinen bis mittelgroßen Schwarm bieten sich da noch Pappen (z.B. das Verpackungsmaterial, in dem die Buchenholzspäne geliefert wurde) oder Küchenrolle an. Ab einer gewissen Vogelanzahl sollte man sich allerdimgs auch bei dem Aufkommen an Abfall über die Küchenrolle Gedanken machen. Ich verwende sie heute nur noch an sehr ausgesuchten Stellen und recyceltes Ökopapier, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Sollte es sich bei den Pappen eh um Abfallprodukte handeln, die vom Versand übrig geblieben sind, schadet eine zweite Nutzung als Vogelkotsammler sicher nicht, bevor sie im Altpapier landen. Pappen kann man auch prima absaugen, denn neben dem Kot fallen ja auch immer jede Menge Schreddermaterial, Federn und Futterspelzen an.

Einige verwenden auch Einmaltischdecken, die man z.B. bei Ikea bekommt, da diese aber gebleicht sind und am Boden festgeklebt werden müssen und man sie trotzdem nicht absaugen kann, kamen diese für mich neben der Abfallproblematik nie in Frage.

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Als ich mir endlich den Traum eines richtig grossen Schwarmes erfüllen konnte, wurde ich vor neue Herausforderungen gestellt. Die Lösung mit den Pappen war angesichts der enormen Verschmutzung, die die kleinen Luftpiraten jeden Tag verursachen, nicht mehr praktikabel und störte auch zunehmend mein ästhetisches Empfinden.

Daher fiel meine Wahl auf die gute alte Wachstuchtischdecke, die man ja in jedem erdenklichen Design bekommt und somit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch ist der Quadratmeterpreis meist recht günstig, je nachdem, in welcher Qualität und wo man kauft. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kot quasi nicht drauf haftet und sowohl trocken als auch nass extrem leicht zu entfernen ist. Gerade das Wischen geht kinderleicht. Allerdings sind beim Saugen Grenzen gesetzt, da mein Staubsauger gerne die Decke einsaugt, weswegen ich dazu übergegangen bin, das Rohr nur noch ohne Aufsatz zu verwenden. Dies führt allerdings dazu, dass die Decke nach einigen Wochen/Monaten Löcher bekommt, die sich zwar rückseitig kleben lassen, aber früher oder später doch wieder aufgehen, weil durch das Wischen zweimal in der Woche regelmäßig Wasser in die Ritzen der Klebestelle eindringt. Auch beim Verlegen der Decke unter der Voliere ist viel Geduld gefragt, da sich immer wieder Falten bilden und ich letztendlich doch auch wieder Abstriche in meinem ästhetischen Empfinden machen musste.

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Die meiner Meinung nach beste, aber auch nicht ganz kostengünstige Variante ist das Verwenden sogenannter Rollschutzmatten*, die man normalerweise unter Bürostühle legt, damit die Rollen den Boden nicht zerkratzen. Diese Matten bekommt man manchmal in den Angeboten bei Aldi etc., ganzjährig auch wieder bei Ikea. Eine große Matte kostet um die 20€. Ich habe in meinem Wellizimmer vier Stück (zwei große*, zwei kleine* ) liegen, die zusammen 70€ gekostet haben. Gerne hätte ich auch noch mehr, ist aber eben schon eine Hausnummer. Das schöne ist, dass die am Boden durch eine spezielle Beschichtung haften, weswegen man mit dem Staubsauger locker drüberfahren kann, ohne dass sich die Matte auch nur einen Millimeter bewegt. Zur gründlichen Säuberung ziehe ich die Matten einfach unter den Volieren hervor und stelle sie in die Badewanne, wo ich sie dann mit heißem Wasser und Bürste bearbeite. Danach einfach abtrocken und wieder hinlegen. Einfach und wahrscheinlich die ökologischste Variante, da ich mir die Matten bei meiner Schwarmgröße zweimal in der Woche vornehmen muss (bei kleinerer Vogelanzahl reicht dann vielleicht auch alle zwei Wochen).

Insgesamt empfiehlt es sich, einen guten Boden im Zimmer zu verlegen, der robust (durch das viele Saugen sieht man sonst Kratzer) und gleichzeitig pflegeleicht ist. Wir haben uns für einen hellgrauen Laminatboden in Holzoptik mit leichter Struktur entschieden und sind sehr glücklich damit. Sicherlich ist aber auch Linoleum sehr gut geeignet. Letzteres gibt es wohl auch als Biovarianten ohne Schadstoffe. Vielleicht was für mein nächstes Wellizimmer?

Für die Reinigung der Wände, an denen ja auch immer mal ein Kotklecks hängenbleibt oder die Reste des Frischfutters, empfiehlt es sich, die möglichst glatte Wand (Tapete entfernen! Ist eh giftig, wenn die Wellis dran knabbern) mit einer abwaschbaren Farbe zu streichen. Wir haben ein hellgrün in seidenglänzend gewählt, was sich wirklich bewährt hat.

Diese Wandfarbe  in Kombi mit den Rollschutzmatten, Wachstuch und Küchenrolle, erleichtern mir das Sauberhalten der Welli-WG sehr. Ich kann es euch nur empfehlen!

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Brutigkeit beim Wellensittich – Gefahren und Prophylaxe/Massnahmen

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Dieser Artikel ist schon viele Monate alt, die Grundzüge sind noch aktuell, aber ihr findet unten ein Update vom Dezember 2018!

Liebe ist schön. Keine menschliche Zuwendung ersetzt einen kraulenden, liebkosenden Schnabel!

Allerdings hatte ich diesen Winter das Problem, dass meine Hähne wie verrückt balzten und meine Hennen stark bedrängten. Zunächst habe ich Tee aus Mönchspfeffer gekocht, der in geringen Dosierungen den Geschlechtstrieb hemmt. In hohen Dosierungen wirkt dieser hingegen sogar steigernd. Weniger ist hier also mehr. Es haben wohl früher die Mönche den Mönchspfeffer zu sich genommen, um ihre Gelüste zu reduzieren. Den Tipp habe ich von einer guten Bekannten bekommen, die damit gute Erfahrungen bei der gleichen Problematik in anderen Schwärmen gemacht hat.

Als dies nichts half, habe ich wieder mit ihr telefoniert. Nachdem ich die wildesten Hähne und Hennen jeweils zwei bis drei Tage voneinander getrennt habe, indem ich sie eingesperrt habe und nach dem Ablauf der Zeit gewechselt habe, haben sich die Gemüter etwas abgekühlt. Denn durch dieses Verfahren waren sie knapp zwei Wochen voneinander getrennt, wobei jeder immer nur kurz eingesperrt war. Das war mir wichtig, denn Vögel brauchen den Freiflug für ihre Atmung. Nur beim Fliegen werden die Luftsäcke (aus denen der Vogel quasi komplett besteht… ;)) ausreichend ventiliert/belüftet. Erfolgt dies nicht, können sich dort Bakterien oder Pilzsporen festsetzen, die den Vogel sehr krank machen können. Für diesen Zweck habe ich eine dritte Voliere gekauft, da die beiden vorhandenen Volieren meiner Bande als Rückzugsort, Kletterpark und Futterplatz dienen. Die konnte ich also nicht zumachen. So saßen also immer drei bis fünf Vögel in der dafür angeschafften Voliere, die natürlich auch im Vogelzimmer steht. Es geht nur darum, dass sie keinen direkten Kontakt zueinander haben, sich also nicht füttern und nicht begatten können.

Einen Fehler, den ich begangen hatte, war, dass ich dauerhaft Korvimin ZVT fütterte. Das ist ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat, das speziell für Ziervögel und Reptilien hergestellt wurde. Da meine Hennen durch die Eiablage viel Kalzium verloren, gab ich natürlich auch Korvimin. Was ich nicht bedacht hatte, war, dass die Vögel dermaßen brutig waren, weil es ihnen bei mir so gut geht und sie optimale Bedingungen vorfanden. Das Frischfutter hatte ich schon reduziert, weil ein Überfluss an Grün den Vögeln auch beste Brutbedingungen suggeriert. An das Korvimin hatte ich nicht gedacht, dass durch die Vitamin natürlich den gleichen Effekt hat. Gott sei Dank, gab mir da wieder mal Tatjana den entscheidenden Hinweis.

Ich besorgte mir ein reines Kalziumpräparat, um bei meinen ausgelaugten Hennen, die Erholung zu beschleunigen. Hennen stecken nämlich alles an Kalzium, was sie haben, in das Ei. Wenn das häufig passiert, ist der Kalziumspiegel im Keller, was sogar zum Tod führen kann. Beispielsweise durch eine Legenot, weil die Eischale nicht gut genug ausgebildet ist oder schlicht durch Erschöpfung, das Kalzium im Körper auch für Muskelkontraktionen benötigt wird, wie auch im Legedarm. Beachten sollte man bei den Kalziumpräparaten aber, dass nicht alle gleich gut geeignet sind. Brausetabletten kann man nur geben, wenn man diese über das Trinkwasser verabreicht. Ob es dann von den Vögeln aufgenommen wird, ist eine andere Frage. Denn Wellensittiche können bis zu drei Wochen ohne Wasser auskommen, weswegen viele Exemplare einfach nicht trinken, wenn das Wasser sensorisch (also geschmacklich oder geruchlich) verändert ist. Ein Grund, weswegen man auch bei Medikamenten, die das Wasser färben, stets einen passenden Napf in der Farbe verwenden sollte, damit die Vögel die farbliche Veränderung nicht sehen (kein Witz). Ich verwende aus diesem Grund Kautabletten und Filmtabletten, die ich im Thermomix fein zerkleinern kann. Diese streue ich dann über das Futter und vermenge es ein bisschen. Würde man Tabletten, die mit Ascorbinsäure versetzt sind, über das Futter geben, würde es im Vogel sprudeln und das will ja schliesslich keiner. Daher gegebenfalls in der Apotheke beraten lassen (hab ich auch getan). Ich verwende Calcium Sandoz Osteo Kautabletten oder Calcium Verla 600mg Filmtabletten, wobei letztere meines Erachtens nach die besser geeigneten sind.

Damit Kalzium allerdings aufgenommen werden kann, muss Vitamin D3 zur Verfügung stehen. Dies wird in der Haut beim Vorhandensein von UV-B- Licht gebildet. Deswegen sind sogenannte Bird-Lamps so wichtig.

Weiterhin habe ich den Lichttag radikal auf acht Stunden reduziert, damit die kleinen Rabauken begreifen, dass Winter und NICHT Frühling ist.

Den Mönchspfeffertee, den ich einmal in der Woche gab, habe ich auch gegen Kaltauszüge von Mönchspfeffer im Trinkwasser ersetzt, indem ich pro Napf (etwa 200ml) zwei Körner des Tees in Rohform reingab. Dies hat die Vorteile, dass das Trinkwasser nicht anders schmeckt und  dass nur minimale Mengen in das kalte Wasser abgegeben werden und ich es so täglich geben kann.

Eine recht einfach Massnahme ist weiterhin, dass ich die Temperatur im Wellizimmer auf 18 Grad abgesenkt habe, um den brutfeindlichen Winter Australiens zu simulieren. Viel weiter runter sollte man mit der Temperatur aber nicht gehen, also die Heizung bitte auf 1 laufen lassen, sonst gibt es vielleicht gefrorenes Hühnchen…

All diese Massnahmen zusammen, haben endlich Ruhe reingebracht. Ich bin so dankbar, endlich ist wieder Frieden eingekehrt, es werden keine Eier mehr gelegt und ich habe wieder zufriedene Vögel statt aufgescheuchte Hühner.

Auf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen: meine kürzlich verstorbene Fußgängerin Lilli – sie war mein Herzensvogel; Karlchen, der mir gezeigt hat, wie schön es ist, mehr als nur drei Wellis zu haben (ab vier beginnt ein Schwarm so langsam und sie werden ruhiger); Lina und Kojo, mein Traumpaar (Lina litt an einer Xanthomatose, einer Lebererkrankung bei der sich kleine Cholesterinnadeln in die Haut einlagern, was zu Juckreiz führt und die Vögel sich daher zu rupfen beginnen. Es ist leider nicht heilbar, kann aber durch die Gabe von Mariendistelpulver über das Futter reduziert werden); und last but not least: Kiwi, mein Ältester mit 14 Jahren. Er ist altersgemäß etwas ruhiger, aber noch sehr fit!).

Update (Dezember 2018):

Calcium

Die Knochensubstanz meiner Wellihennen war im letzten Winter denkbar schlecht. Damals gab ich die Calciumpräparate ja übers Futter. Mittlerweile bin ich völlig auf das Trinkwasser umgestiegen. Da ich meine Wellis an das Trinken von verdünntem Cistustee gewöhnt habe, der sich positiv auf die Funktion des Immunsystems auswirken soll, kann ich nun neben dem Calcium auch ein pflanzliches Schmerzmittel für meine Arthrose geplagten Wellis, Vitamine und Aminosäuren verabreichen.

Diese Kombination hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit meiner Wellensittiche, was man auch im Röntgenbild an der guten Knochenstruktur sehen kann.

Ich zermörsere für diesen Effekt seit Herbst Calcium Verla Filmtabletten in der hohen Dosierung von 600mg und gebe davon einen Viertel-Teelöffel auf einen 250ml  Trinknapf. Sollten eure Wellis diese Dosierung geschmacklich nicht akzeptieren, nehmt ruhig weniger. Ein bisschen ist besser als gar nichts.

Wichtig ist nur die gleichzeitige Gabe von Vitamin D3 z.B. durch Korvimin, besser aber natürlich von den Vögeln selbst über das UV-Licht von speziellen Vogellampen gebildet. Achtet bitte darauf, dass diese Lampen nach Herstellerangaben regelmäßig getauscht werden müssen, da die Leuchtkraft wesentlich länger erhalten bleibt, als die wertvolle UV-Strahlung abgegeben wird, die wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können.

Tagesrhythmus

Seitdem im Herbst das erste brutige und Balzverhalten auftrat, habe ich den Lichttag konsequent auf 12 Stunden verkürzt, was der in Australien vorherrschenden Tag- und Nachtgleiche entspricht.

Damit komme ich in diesem Winter bis jetzt gut aus und bin froh, meinen Vögeln damit im Vergleich zum Vorjahr längere Aktivitätsphasen ermöglichen zu können.

Korvimin

Auf Korvimin verzichte ich in der stärksten Phase der Brutigkeit weitestgehend, während ich es im Sommer, wenn diesbezüglich Ruhe war, einmal wöchentlich gegeben habe.

Meine chronisch kranken Vögel bekommen es aber ganzjährig ohne Pause über das Futter.

Räumliche Trennung

Eine räumliche Trennung der Paare, wie ich es im letzten Jahr vorgenommen hatte, ist nur noch selten nötig. Lediglich ältere Hennen, die zudem körperliche Einschränkungen aufweisen, habe ich dauerhaft durch ein Gitter vor den aufdringlichen Hähnen geschützt. Da die meisten von ihnen auch täglich Medikamente eingegeben bekommen müssen, hat das für uns den Alltag sehr erleichtert. Die flugfähigen Hennen unter ihnen lasse ich meist nach einer Medikamentengabe für einen halben Tag mit den anderen fliegen und setze sie nach der zweiten Medikamentengabe des Tages wieder in die Voliere, wo sie dann wieder ihre Ruhe haben.

Das führt dazu, dass sie von den Hähnen weitestgehend in Ruhe gelassen werden, wohl, weil sie die Hennen nicht permanent zur Vefügung haben.

Hormone

In diesem Jahr bin ich auch dazu übergegangen, die Wellensittiche, egal ob männlich oder weiblich, die durch eine hormonelle Aktivität in lebensbedrohliche Gesundheitszustände übergehen können, mit einem Hormonchip zu versehen. Dieser ist nicht gerade kostengünstig und muss meist mit einer kurzen Narkose gesetzt werden, hat sich aber bewährt.

Für die nicht ganz so schlimmen Fälle habe ich von meinem Vogeltierarzt ein Testosteronpräparat für Vögel bekommen. Entweder es wirkt toll oder gar nicht. Ich habe den Eindruck, dass es bei meinen Hennen ganz gut wirkt, man kann es mehrere Male bei Bedarf hintereinander geben. Zur Dosierung und maximalen Anwendungszeit bitte beim eigenen Vogeltierarzt nachfragen und auf den eigenen Vogel zugeschnitten diesbezüglich beraten lassen.

Hundeyoga für Damen und Herren

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Ella macht es vor: “der morgendliche Hund” auf dem Balkon…[/one_fourth_first][one_fourth]…wieder unsere Musterschülerin: vorm Zubettgehen stets “die Kobra”…[/one_fourth][one_fourth]…mit Übungspartner: “die liegende Kriegerin”…[/one_fourth][one_fourth_last]…und last, but not least: “Embryo” oder auch “der Käsefuß”.[/one_fourth_last]

 

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Ella macht eine neue Übung zur Weitung des Brustkorbs zur Steigerung der Atemtiefe und der Flexibilität der Halswirbelsäule vor: “der alberne Hund”[/one_fourth_first][one_fourth]

Auch Balou ist ein alter Yogi und zeigt hier “die einseitig gestreckte Fledermaus”.[/one_fourth]

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“die erste Kerze auf dem Adventskranz”[/one_third_first][one_third]

“der Hüftkuss”[/one_third][one_third_last]

und “die hungrige Seerobbe”[/one_third_last]

[one_third_first] “Selbstliebe/Eigenumarmung”[/one_third_first][one_third] “schlafendes Faultier aus Ice Age” [/one_third][one_third_last]“die seitliche Kobra mit zwei Köpfen”[/one_third_last]

“Der Knoten” dient der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit, weil negative Energien so verwirrt sind, dass sie den Weg zum Kopf gar nicht mehr finden…

weitere Übungen folgen! 🙂

Bastelanleitung – Wellensittich-Abenteuer-/Piratenspielplatz

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Wie aus vielen alten Spielsachen…[/one_third_first][one_third]…mit einer neuen Bodenplatte aus alten Holzresten…[/one_third][one_third_last]

…und den Abschnitten eines Haselnussstrauches vom letzten Vogelbaumbau…[/one_third_last]

…ein wahnsinnig toller Abenteuerspielplatz für die Luftpiraten mit Piratenausguck und Hängebrücke entstehen kann!!!

Welcher Wellensittich-Halter kennt es nicht. Man kauft die teuren fertigen Spielzeuge oder auch die Rohmaterialien wie Korkröhren, Naturgrasmatten etc. und ruckzuck haben die kleinen Schredderkönige alles zerlegt und zum Spielen unbrauchbar gemacht. Da einzelne Teile noch zu gebrauchen, aber alleine zu langweilig für die anspruchsvollen kleinen Papageien sind, wirft man sie nicht weg. Meistens verstauben sie dennoch irgendwo in einer Kiste. Bei mir sind das mittlerweile mehrere Kisten und immer öfter packt mich der Ehrgeiz, daraus neue schöne Sachen für die kleinen Lieblinge zu basteln. Gott sei Dank, habe ich einen Mann, der ebenso Spaß an Holzarbeiten hat. Und so kann es schonmal passieren, wie damals an diesem schönen Sonnentag, dass wir das Werkzeug auf die Terrasse schleppen und im Freien kreativ werden. Hat sich doch gelohnt, oder!? Die Wellis sitzen jedenfalls gerne auf ihrem Piratenausguck! 🙂