Außenvoliere

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Der Monat Juli erscheint mir als der perfekte Monat, um Vögel in eine Außenvoliere einzugewöhnen. Die Tage sind lang, die Nächte warm und so kann auch ein gesunder Vogel aus Wohnungshaltung sich langsam an das Leben an der frischen Luft gewöhnen, bevor der kühle Herbst beginnt.
Frische Luft ist für die Vögel natürlich ebenso gesund wie für uns Menschen. Ein eindeutiger Vorteil, gerade für Tiere mit Atemwegserkrankungen.
Die Sonne ist natürlich auch ein toller Aspekt, wenn man die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der UV-Strahlung bedenkt. Mehr dazu hier: https://lebensdienlich.de/vitamin-d-und-calcium/


Viele Wellis lieben es auch, im Regen zu baden, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und im Winter selbst bei größter Kälte im Schnee zu sitzen.
Das hört sich alles wunderbar und tiergerecht an, doch es gibt auch Einiges zu beachten, um die Vögel vor Gefahren zu schützen. Schon der Volierendraht birgt erste Risiken, denn er sollte nicht verzinkt sein, da die Vögel durch eine Aufnahme von Zink sehr krank werden können.
Desweiteren sollte der Boden im Idealfall entweder eine feste Bodenplatte haben oder ein stabiler Draht in einer gewissen Bodentiefe verlegt werden, damit sich keine ungebetenen Gäste wie Marder Zutritt verschaffen können.
Ein im Winter beheizbares und gut isoliertes Schutzhaus sollte ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein.
Meist ist auch ein Windschutznetz oder ähnliches nötig, damit die Vögel nicht permanent Zugluft ausgesetzt sind.
Die Voliere sollte auch, wie ihr Name schon sagt, genügend Raum auch für längere Flugstrecken bieten. Das lastet nicht nur aus und gehört zu den Grundbedürfnissen eines Vogels, sondern dient auch über die Belüftung der Luftsäcke der Gesunderhaltung und im Winter dem Aufrechterhalten der Körpertemperatur. Denn wir wissen ja alle – Bewegung macht warm. 😉
Ebenfalls muss man sich über ein kluges Schleusensystem Gedanken machen, da hier der kleine Freund eben nicht nur ins Nebenzimmer entwischt, wenn er durch die Tür flutscht, sondern sofort ungeschützt den Gefahren außerhalb der Voliere ausgeliefert ist.
Mir ist bis jetzt kein Wellensittich bekannt, der lange Zeit draußen überlebt hätte. Ist er so smart und findet in den Sommermonaten Futter und Wasser zum Überleben, bekommt er spätestens bei Einbruch der Kälte oder durch Greifvogel- oder Katzenkontakt ernsthafte Probleme.

Aber auch in der Voliere lauern Gefahren.
Eine intelligente Lösung zum Schutz vor Wildvogel- und Mäusekot kann unseren Ziervögeln das Leben retten. Denn sie können durch Erreger, die ihren wilden Mitbewohnern kaum schaden, ernsthaft krank werden oder sogar sterben.
Auch wäre es klug, sich über die Nachbarn Gedanken zu machen. Leider fühlen sich manche Menschen durch das Vogelgezwitscher gestört. Meine Wellis legen mit der Dämmerung los, was in den Sommermonaten, wo wir alle gern mit geöffneten Fenstern schlafen, wirklich verdammt früh sein kann.
Ich halte es daher für ratsam, das im Vorfeld mit den Nachbarn abzuklären und sich das Einverständnis schriftlich geben zu lassen.
Eine angebrachte Kamera zur Überwachung (mit Hinweisschild) kann auch abschreckend wirken, sodass auf diese Weise eventuell unschöne Erfahrungen abgewendet werden können.

Nichtsdestotrotz wünsche ich mir auch für meine Vögel für die Zukunft eine Außenvoliere, die ebenerdig über mein Vogelzimmer erreicht werden kann. Das passende Haus dafür muss entweder erst noch gebaut werden oder renoviert werden. 😉
Egal, in meinem Kopf ist es so real, als würde ich mit meinen Tieren schon drin leben. 😍
An dieser Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die meine Beiträge lesen, Herzen verteilen oder sogar ihre Freunde über das Teilen meiner Beiträge auf meine Arbeit aufmerksam machen! Ihr seid so toll! Danke, dass ihr ein Teil davon seid, meinen Weg zu gehen!