Wieviel Schlaf benötigen Wellensittiche?

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Wenn ich mir meine kleinen Energiebündel so ansehe, wundert es mich immer, dass sie tagsüber nicht mehr schlafen.
Meist genügt ein kleiner Power-Nap und schon geht es wieder weiter.
Bei mir funktioniert das irgendwie nicht! 😂
Diese pure positive Energie ist ein Grund, warum ich die kleinen Lieblinge gerne um mich habe!

Jeder Tag wird mit einer fetten Party gefeiert, weswegen mein Mann unseren Schwarm oft „die wilde Partygang“ nennt!
Um gesund und fit zu bleiben, brauchen unsere Wellensittiche allerdings viel Schlaf. 10 Stunden Dunkelheit in störungsfreier Umgebung sollten nicht unterschritten werden.
Dies ist einer der Gründe, warum ich mir den Traum eines Vogelzimmers erfüllt habe, weil dort nachts niemand mehr rein muss und die Kleinen so genügend erholsamen Schlaf finden können.
Als ich das noch nicht wusste, habe ich auch nachts oft noch in dem Raum gelernt, in dem die Vögel waren. Habe mich gefreut, dass sie mich mit ihrem Gebrabbel auch nachts um eins noch unterhalten.
Einen Gefallen habe ich ihnen damit nicht getan, wenn ich ihnen nicht sogar geschadet habe. :/
Als ich dann erfuhr, wie viel Schlaf die kleinen Energiebündel wirklich benötigen, war ich schockiert und habe ab da ihre Nachtruhe strikt eingehalten und bin ab 20 Uhr nicht mehr in mein Wohnzimmer gegangen, sondern habe stattdessen die Nächte am Küchentisch durch gelernt.
Außerdem habe ich durch die Regelung von Hell- und Dunkelphasen ein wirksames Instrument gegen zu viel Brutigkeit kennengelernt. Im letzten Jahr habe ich dazu viel ausprobiert und mittlerweile einen guten Weg gefunden, dass die Vögel eine möglichst lange Aktivitätsphase haben, ohne den übermäßigen Wunsch zu verspüren, Eltern zu werden.
Dazu verkürze ich den Lichttag seit Herbst langsam auf 12 Stunden, was für unseren Schwarm sehr gut funktioniert und der Tag-Nachtgleiche in Australien auch am ähnlichsten ist. 🙂

Zum Thema Brutigkeit und den damit zusammenhängenden Maßnahmen zur Regulation, empfehle ich euch meinen Blogartikel, den ich kürzlich mit den neuesten Erkenntnissen versehen habe.
https://lebensdienlich.de/brutigkeit-beim-wellensittich-ge…/

Entspannung pur oder Sisyphos-Arbeit?

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Leute, ich muss euch was erzählen. Mir war das lange unangenehm und doch ging mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, das mal öffentlich zu schreiben. Jetzt wurde ich noch von einer lieben Person, der es auch so geht, dazu ermutigt und nun schreibe ich los und ihr dürft lesen und staunen – oder den Kopf schütteln!

Wie der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, leben bei mir ein paar wenige Tiere.^^ Da fällt natürlich auch einiges an Schmutz an und das bedeutet tagtäglich viel Arbeit. Alleine bei meiner Wellensittichbande verbringe ich jeden Tag mindestens zwei Stunden mit der Reinigung des Zimmers und der Einrichtung und mit der artgerechten Fütterung der Partygang. Dazu kommen dann noch die Haare etc. in der Wohnung durch die drei liebreizenden Fellnasen, die ich täglich wegsauge und auch einmal wöchentlich alles durchwische. Doch dies soll hier kein Thema sein. Bleiben wir bei den Wellis.

Kurzum: ICH MACHE DAS ECHT GERNE! Und das ist etwas, was wohl die wenigsten verstehen können. Ich empfinde es als unglaublich entspannend, das Chaos, das die Piepser innerhalb eines Tages anrichten, wieder zu beseitigen. Am leichtesten lassen sich die verteilte Buchenholzspäne (Einstreu für die Volieren) und die Futterspelzen (Wellensittiche schälen ihr Futter) entfernen. Das geht mit dem Staubsauger relativ fix, ist aber bei meiner Menge an Vögeln dennoch jeden Tag ein viertel bis ein halber kleiner Eimer voll. Ich habe dafür eigens einen kleinen Komposteimer im Vogelzimmer, den ich spätestens alle zwei Tage auf den Kompost bringe. “Schlimmer” ist der Kot. Wie ihr in meinem anderen Blogbeitrag “Bodenschutz” nachlesen könnt, habe ich verschiedene Strategien, um mir die Arbeit zu erleichtern bzw. um den Boden vor Verschmutzung zu schützen.

Meine absolut liebste Beschäftigung ist daher, die praktischen Rollschutzmatten von Ikea abzubrausen und zu sehen, wie sich der Kot durch den heißen Brausestrahl löst. Dabei kann ich super nachdenken und entspannen. Auch die Einrichtungsgegenstände wie die Vogelbäume, Schaukeln, Sitzstangen und Spielzeuge müssen regelmäßig heiß abgebraust werden, um wieder völlige Hygiene herzustellen. Dieses Gefühl, wenn wieder alles pikobello sauber an seinem Platz oder auch einem neuen Platz für die Abwechslung ist, ist ein erhebendes Gefühl.

Das liegt wohl daran, dass eine meiner Stärken “Wiederherstellung” ist. Das kann sich je nach Person unterschiedlich im Alltag äußern, bei mir eben darin, dass ich gerne die Ordnung und Sauberkeit wiederherstelle.

Das mache ich seit Jahren 24/7/365 und immer wieder gerne für meine tierischen Schützlinge. Klar gibt es auch mal Tage, an denen ich mir denke: “Boah, könnt ihr nicht einmal einen Tag ein bisschen weniger Schmutz machen?” Aber das vergeht ganz schnell, wenn ich mit dem Putzen beginne und erste kleine Erfolge sehe.

Die Gesundheit und die Lebensfreude meiner Tiere entschädigen mich dann zusätzlich für alles! Habt ihr auch solche Spleens?

Bodenschutz unter der Voliere/im Vogelzimmer, Wandfarbe

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Vögel sind leider nicht stubenrein. Überall wo sie sitzen oder losfliegen, lassen sie ein Kötelchen fallen. Nicht weiter schlimm, besteht es doch nur aus Hirse und Wasser. Wenn der aus Harn und Kot bestehende Köttel getrocknet ist, lässt sich dieser auch ganz leicht wegsaugen. Doch schon ab vier Vögeln (bei manchen Haltern auch schon früher) stellt sich die Frage, wie man den Boden vor dem Kot schützen bzw. leichter und schneller säubern kann.

Bei einem kleinen bis mittelgroßen Schwarm bieten sich da noch Pappen (z.B. das Verpackungsmaterial, in dem die Buchenholzspäne geliefert wurde) oder Küchenrolle an. Ab einer gewissen Vogelanzahl sollte man sich allerdimgs auch bei dem Aufkommen an Abfall über die Küchenrolle Gedanken machen. Ich verwende sie heute nur noch an sehr ausgesuchten Stellen und recyceltes Ökopapier, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Sollte es sich bei den Pappen eh um Abfallprodukte handeln, die vom Versand übrig geblieben sind, schadet eine zweite Nutzung als Vogelkotsammler sicher nicht, bevor sie im Altpapier landen. Pappen kann man auch prima absaugen, denn neben dem Kot fallen ja auch immer jede Menge Schreddermaterial, Federn und Futterspelzen an.

Einige verwenden auch Einmaltischdecken, die man z.B. bei Ikea bekommt, da diese aber gebleicht sind und am Boden festgeklebt werden müssen und man sie trotzdem nicht absaugen kann, kamen diese für mich neben der Abfallproblematik nie in Frage.

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Als ich mir endlich den Traum eines richtig grossen Schwarmes erfüllen konnte, wurde ich vor neue Herausforderungen gestellt. Die Lösung mit den Pappen war angesichts der enormen Verschmutzung, die die kleinen Luftpiraten jeden Tag verursachen, nicht mehr praktikabel und störte auch zunehmend mein ästhetisches Empfinden.

Daher fiel meine Wahl auf die gute alte Wachstuchtischdecke, die man ja in jedem erdenklichen Design bekommt und somit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch ist der Quadratmeterpreis meist recht günstig, je nachdem, in welcher Qualität und wo man kauft. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kot quasi nicht drauf haftet und sowohl trocken als auch nass extrem leicht zu entfernen ist. Gerade das Wischen geht kinderleicht. Allerdings sind beim Saugen Grenzen gesetzt, da mein Staubsauger gerne die Decke einsaugt, weswegen ich dazu übergegangen bin, das Rohr nur noch ohne Aufsatz zu verwenden. Dies führt allerdings dazu, dass die Decke nach einigen Wochen/Monaten Löcher bekommt, die sich zwar rückseitig kleben lassen, aber früher oder später doch wieder aufgehen, weil durch das Wischen zweimal in der Woche regelmäßig Wasser in die Ritzen der Klebestelle eindringt. Auch beim Verlegen der Decke unter der Voliere ist viel Geduld gefragt, da sich immer wieder Falten bilden und ich letztendlich doch auch wieder Abstriche in meinem ästhetischen Empfinden machen musste.

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Die meiner Meinung nach beste, aber auch nicht ganz kostengünstige Variante ist das Verwenden sogenannter Rollschutzmatten*, die man normalerweise unter Bürostühle legt, damit die Rollen den Boden nicht zerkratzen. Diese Matten bekommt man manchmal in den Angeboten bei Aldi etc., ganzjährig auch wieder bei Ikea. Eine große Matte kostet um die 20€. Ich habe in meinem Wellizimmer vier Stück (zwei große*, zwei kleine* ) liegen, die zusammen 70€ gekostet haben. Gerne hätte ich auch noch mehr, ist aber eben schon eine Hausnummer. Das schöne ist, dass die am Boden durch eine spezielle Beschichtung haften, weswegen man mit dem Staubsauger locker drüberfahren kann, ohne dass sich die Matte auch nur einen Millimeter bewegt. Zur gründlichen Säuberung ziehe ich die Matten einfach unter den Volieren hervor und stelle sie in die Badewanne, wo ich sie dann mit heißem Wasser und Bürste bearbeite. Danach einfach abtrocken und wieder hinlegen. Einfach und wahrscheinlich die ökologischste Variante, da ich mir die Matten bei meiner Schwarmgröße zweimal in der Woche vornehmen muss (bei kleinerer Vogelanzahl reicht dann vielleicht auch alle zwei Wochen).

Insgesamt empfiehlt es sich, einen guten Boden im Zimmer zu verlegen, der robust (durch das viele Saugen sieht man sonst Kratzer) und gleichzeitig pflegeleicht ist. Wir haben uns für einen hellgrauen Laminatboden in Holzoptik mit leichter Struktur entschieden und sind sehr glücklich damit. Sicherlich ist aber auch Linoleum sehr gut geeignet. Letzteres gibt es wohl auch als Biovarianten ohne Schadstoffe. Vielleicht was für mein nächstes Wellizimmer?

Für die Reinigung der Wände, an denen ja auch immer mal ein Kotklecks hängenbleibt oder die Reste des Frischfutters, empfiehlt es sich, die möglichst glatte Wand (Tapete entfernen! Ist eh giftig, wenn die Wellis dran knabbern) mit einer abwaschbaren Farbe zu streichen. Wir haben ein hellgrün in seidenglänzend gewählt, was sich wirklich bewährt hat.

Diese Wandfarbe  in Kombi mit den Rollschutzmatten, Wachstuch und Küchenrolle, erleichtern mir das Sauberhalten der Welli-WG sehr. Ich kann es euch nur empfehlen!

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Bastelanleitung – Wellensittich-Abenteuer-/Piratenspielplatz

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Wie aus vielen alten Spielsachen…[/one_third_first][one_third]…mit einer neuen Bodenplatte aus alten Holzresten…[/one_third][one_third_last]

…und den Abschnitten eines Haselnussstrauches vom letzten Vogelbaumbau…[/one_third_last]

…ein wahnsinnig toller Abenteuerspielplatz für die Luftpiraten mit Piratenausguck und Hängebrücke entstehen kann!!!

Welcher Wellensittich-Halter kennt es nicht. Man kauft die teuren fertigen Spielzeuge oder auch die Rohmaterialien wie Korkröhren, Naturgrasmatten etc. und ruckzuck haben die kleinen Schredderkönige alles zerlegt und zum Spielen unbrauchbar gemacht. Da einzelne Teile noch zu gebrauchen, aber alleine zu langweilig für die anspruchsvollen kleinen Papageien sind, wirft man sie nicht weg. Meistens verstauben sie dennoch irgendwo in einer Kiste. Bei mir sind das mittlerweile mehrere Kisten und immer öfter packt mich der Ehrgeiz, daraus neue schöne Sachen für die kleinen Lieblinge zu basteln. Gott sei Dank, habe ich einen Mann, der ebenso Spaß an Holzarbeiten hat. Und so kann es schonmal passieren, wie damals an diesem schönen Sonnentag, dass wir das Werkzeug auf die Terrasse schleppen und im Freien kreativ werden. Hat sich doch gelohnt, oder!? Die Wellis sitzen jedenfalls gerne auf ihrem Piratenausguck! 🙂