Bissverletzung

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In diesem Blogartikel geht es um die wichtige Erstversorgung des Vogels nach einem Hunde- oder Katzenbiss. Ich rate ausdrücklich davon ab, sich selbst als “Tierdoktor” zu versuchen, denn ein Biss ist bei einem Vogel (auch bei Wildvögeln!!!) als echter Notfall einzustufen.

Die beste Prophylaxe ist, andere Haustiere und gerade Beutegreifer wie Hunde, Katzen etc. komplett außer Reichweite und Sichtweite der Wellensittiche zu halten.

Meine Hunde bekommen meine Wellensittiche übrigens auch nicht zu Gesicht, denn auch der liebste Hund kann sich mal erschrecken und die Folgen eines versehentlichen Zuschnappens für den Vogel kann sich jeder ausmalen…

Sollte es dennoch einmal passiert sein, muss der Vogel, sofern er noch lebt, innerhalb der nächsten Stunden einem vogelkundigen (!!!) Tierarzt vorgestellt werden. Wellensittiche benötigen oft aufgrund ihrer hohen Körpertemperatur kein Antibiotikum, aber in diesem Fall ist die Gabe über mindestens 5 Tage unerlässlich. Denn in der Maulhöhle von Hunden und Katzen leben für die Wundinfektion bedeutsame Erreger wie Pasteurellen, die im Gewebe gefährliche Infektionen hervorrufen können.

Auch wenn es dem Vogel im ersten Moment gut zu gehen scheint, sollte er dennoch gründlich von einem Tierarzt auf Bissverletzungen überprüft werden und im Zweifelsfall auf jeden Fall ein Antibiotikum bekommen. Die Gabe darf fünf Tage nicht unterschreiten und kann bis auf 14 Tage ausgeweitet werden, weil bei einem zu frühen Abbruch der Gabe entweder die Infektion wie eine Keule zurückkommen kann oder sich Resistenzen ausbilden, die eine zukünftige Behandlung unwirksam machen. Schlägt die Therapie mit dem Antibiotikum nicht an, muss es gegebenfalls gewechselt werden. Eine Tupferprobe aus dem entzündeten Gewebe, die für ein sogenanntes Antibiogramm eingeschickt wird, ist mehr als sinnvoll.

Meinem über 15 Jahre alten Hahn hat das damals das Leben gerettet. Denn seine Wunde heilte nach einer Operation einfach nicht ab und entzündete sich immer wieder und füllte sich mit Eiter. Nach dem Wechsel des Antibiotikums auf Grundlage des Antibiogramms, das die Wirksamkeit der einzelnen Antibiotika-Präparate gegenüber den spezifischen Erregern in der Wunde des Patienten darstellt, lebte er noch fünf Monate bei mir, bevor ich ihn dann aus anderen Gründen erlösen ließ. Und fünf erfüllte Monate können in einem so kurzen Vogelleben verdammt viel Unterschied machen, oder?

Das ist der besagte Hahn nach seiner zweiten Operation, als er schon über zehn Jahre bei mir lebte. <3

Außenvoliere

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Der Monat Juli erscheint mir als der perfekte Monat, um Vögel in eine Außenvoliere einzugewöhnen. Die Tage sind lang, die Nächte warm und so kann auch ein gesunder Vogel aus Wohnungshaltung sich langsam an das Leben an der frischen Luft gewöhnen, bevor der kühle Herbst beginnt.
Frische Luft ist für die Vögel natürlich ebenso gesund wie für uns Menschen. Ein eindeutiger Vorteil, gerade für Tiere mit Atemwegserkrankungen.
Die Sonne ist natürlich auch ein toller Aspekt, wenn man die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der UV-Strahlung bedenkt. Mehr dazu hier: https://lebensdienlich.de/vitamin-d-und-calcium/


Viele Wellis lieben es auch, im Regen zu baden, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und im Winter selbst bei größter Kälte im Schnee zu sitzen.
Das hört sich alles wunderbar und tiergerecht an, doch es gibt auch Einiges zu beachten, um die Vögel vor Gefahren zu schützen. Schon der Volierendraht birgt erste Risiken, denn er sollte nicht verzinkt sein, da die Vögel durch eine Aufnahme von Zink sehr krank werden können.
Desweiteren sollte der Boden im Idealfall entweder eine feste Bodenplatte haben oder ein stabiler Draht in einer gewissen Bodentiefe verlegt werden, damit sich keine ungebetenen Gäste wie Marder Zutritt verschaffen können.
Ein im Winter beheizbares und gut isoliertes Schutzhaus sollte ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein.
Meist ist auch ein Windschutznetz oder ähnliches nötig, damit die Vögel nicht permanent Zugluft ausgesetzt sind.
Die Voliere sollte auch, wie ihr Name schon sagt, genügend Raum auch für längere Flugstrecken bieten. Das lastet nicht nur aus und gehört zu den Grundbedürfnissen eines Vogels, sondern dient auch über die Belüftung der Luftsäcke der Gesunderhaltung und im Winter dem Aufrechterhalten der Körpertemperatur. Denn wir wissen ja alle – Bewegung macht warm. 😉
Ebenfalls muss man sich über ein kluges Schleusensystem Gedanken machen, da hier der kleine Freund eben nicht nur ins Nebenzimmer entwischt, wenn er durch die Tür flutscht, sondern sofort ungeschützt den Gefahren außerhalb der Voliere ausgeliefert ist.
Mir ist bis jetzt kein Wellensittich bekannt, der lange Zeit draußen überlebt hätte. Ist er so smart und findet in den Sommermonaten Futter und Wasser zum Überleben, bekommt er spätestens bei Einbruch der Kälte oder durch Greifvogel- oder Katzenkontakt ernsthafte Probleme.

Aber auch in der Voliere lauern Gefahren.
Eine intelligente Lösung zum Schutz vor Wildvogel- und Mäusekot kann unseren Ziervögeln das Leben retten. Denn sie können durch Erreger, die ihren wilden Mitbewohnern kaum schaden, ernsthaft krank werden oder sogar sterben.
Auch wäre es klug, sich über die Nachbarn Gedanken zu machen. Leider fühlen sich manche Menschen durch das Vogelgezwitscher gestört. Meine Wellis legen mit der Dämmerung los, was in den Sommermonaten, wo wir alle gern mit geöffneten Fenstern schlafen, wirklich verdammt früh sein kann.
Ich halte es daher für ratsam, das im Vorfeld mit den Nachbarn abzuklären und sich das Einverständnis schriftlich geben zu lassen.
Eine angebrachte Kamera zur Überwachung (mit Hinweisschild) kann auch abschreckend wirken, sodass auf diese Weise eventuell unschöne Erfahrungen abgewendet werden können.

Nichtsdestotrotz wünsche ich mir auch für meine Vögel für die Zukunft eine Außenvoliere, die ebenerdig über mein Vogelzimmer erreicht werden kann. Das passende Haus dafür muss entweder erst noch gebaut werden oder renoviert werden. 😉
Egal, in meinem Kopf ist es so real, als würde ich mit meinen Tieren schon drin leben. 😍
An dieser Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die meine Beiträge lesen, Herzen verteilen oder sogar ihre Freunde über das Teilen meiner Beiträge auf meine Arbeit aufmerksam machen! Ihr seid so toll! Danke, dass ihr ein Teil davon seid, meinen Weg zu gehen!

Wieviel Schlaf benötigen Wellensittiche?

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Wenn ich mir meine kleinen Energiebündel so ansehe, wundert es mich immer, dass sie tagsüber nicht mehr schlafen.
Meist genügt ein kleiner Power-Nap und schon geht es wieder weiter.
Bei mir funktioniert das irgendwie nicht! 😂
Diese pure positive Energie ist ein Grund, warum ich die kleinen Lieblinge gerne um mich habe!

Jeder Tag wird mit einer fetten Party gefeiert, weswegen mein Mann unseren Schwarm oft „die wilde Partygang“ nennt!
Um gesund und fit zu bleiben, brauchen unsere Wellensittiche allerdings viel Schlaf. 10 Stunden Dunkelheit in störungsfreier Umgebung sollten nicht unterschritten werden.
Dies ist einer der Gründe, warum ich mir den Traum eines Vogelzimmers erfüllt habe, weil dort nachts niemand mehr rein muss und die Kleinen so genügend erholsamen Schlaf finden können.
Als ich das noch nicht wusste, habe ich auch nachts oft noch in dem Raum gelernt, in dem die Vögel waren. Habe mich gefreut, dass sie mich mit ihrem Gebrabbel auch nachts um eins noch unterhalten.
Einen Gefallen habe ich ihnen damit nicht getan, wenn ich ihnen nicht sogar geschadet habe. :/
Als ich dann erfuhr, wie viel Schlaf die kleinen Energiebündel wirklich benötigen, war ich schockiert und habe ab da ihre Nachtruhe strikt eingehalten und bin ab 20 Uhr nicht mehr in mein Wohnzimmer gegangen, sondern habe stattdessen die Nächte am Küchentisch durch gelernt.
Außerdem habe ich durch die Regelung von Hell- und Dunkelphasen ein wirksames Instrument gegen zu viel Brutigkeit kennengelernt. Im letzten Jahr habe ich dazu viel ausprobiert und mittlerweile einen guten Weg gefunden, dass die Vögel eine möglichst lange Aktivitätsphase haben, ohne den übermäßigen Wunsch zu verspüren, Eltern zu werden.
Dazu verkürze ich den Lichttag seit Herbst langsam auf 12 Stunden, was für unseren Schwarm sehr gut funktioniert und der Tag-Nachtgleiche in Australien auch am ähnlichsten ist. 🙂

Zum Thema Brutigkeit und den damit zusammenhängenden Maßnahmen zur Regulation, empfehle ich euch meinen Blogartikel, den ich kürzlich mit den neuesten Erkenntnissen versehen habe.
https://lebensdienlich.de/brutigkeit-beim-wellensittich-ge…/

Eingangscheck-Tupferproben

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Jeder neue Vogel, der zu bereits vorhandenen Vögeln gesetzt wird (dabei spielt es keine Rolle, ob es sich “nur” um einen neuen Partnervogel handelt oder ob er in einen bestehenden Schwarm kommt), sollte einer Eingangsuntersuchung unterzogen werden. Was getestet wird, hängt von den vorhandenen Vögeln und deren Erkankungen, den Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen Erreger und dem persönlichen Sicherheitsempfinden des Besitzers ab.

Wichtig dabei ist, wie die Proben genommen werden, denn sonst sind die Untersuchungsergebnisse nicht aussagekräftig. Viele Tierärzte wissen nicht einmal, auf was sie untersuchen sollen. Aber auch einige sogenannte vogelkundige Tierärzte (wer sich so bezeichnet, ist keine geschützte Angabe), machen erhebliche Fehler bei der Probenentnahme. Sicherlich könnte man sagen, dass dies eine nicht verzeihliche Wissenslücke darstellt, jedoch muss man den Tiermedizinern zugute halten, dass nur die wenigsten eine fundierte Ausbildung hierzu im Studium bekommen haben und wer nicht selbst großes Interesse zeigt und sich mit Eigeninitiative informiert, weiß dann eben kaum etwas über das Lebewesen Vogel. Ich finde, man kann es nicht von jedem erwarten, dass er Vögel unglaublich spannend findet oder sich neben dem stressigen Berufsalltag in seiner Freizeit über Vogelkrankheiten fortbildet. Fair fände ich aber, wenn eben solche weniger vogelaffinen Tierärzte dann auch sagen würden, dass sie sich solche Untersuchungen nicht zutrauen, weil sie sich nicht ausreichend auskennen.

Damit Sie Ihrem Tierarzt mit fundiertem Know-how entgegentreten können, fasse ich hier mal die für mich wichtigsten Untersuchungen und deren Durchführung zusammen.

Trichomonaden: Hierbei wird ein Abstrich aus dem Kropf eines Vogels entnommen, wobei über den linken Schnabelwinkel vorsichtig ein feuchter Tupfer über die Choanen in Richtung Kropf vorgeschoben wird. Nach der Entnahme empfiehlt es sich, sofort an dem Tupfer zu riechen, da ein leicht fischiger Geruch schon ein erster Hinweis auf Trichomonaden sein kann. Danach muss der Tupfer sofort in körperwarmer Natriumchloridlösung auf dem Objektträger ausgestrichen werden, da Trichomonaden ausserhalb des Wirtes und bei Kälte schnell absterben. Auf Trockenheit reagieren sie ebenfalls sehr empfindlich, daher darf es auf dem Objektträger gerne etwas schwimmen. Diese Eigenschaft der Trichomonanden bietet gleichzeitig eine gute Prophylaxemassnahme, insofern, dass man die Wassergefäße der Wellensittiche stets doppelt vorrätig haben sollte, sodass man diese über Nacht komplett durchtrocknen lassen kann.  Ist das Ergebnis positiv sieht man kleine farblose leuchtende Flummikugeln in Kreisbewegungen über das Bild im Mikroskop huschen. Macht man bei der Probenentnahme etwas falsch und sind die Trichos bereits abgestorben, könnten diese leicht mit kleinen Luftbläschen unter dem Deckträger verwechselt werden, sodass das Ergebnis fatalerweise negativ ausfällt. Es können prinzipiell alle Altersklassen befallen werden, oft sind aber die Jungvögel, die man eben vom Züchter abgeholt oder noch schlimmer aus dem Baumarkt, Zoofachhandel gekauft hat, stark betroffen. Der sogenannte gelbe Knopf sorgt bei den Vögeln für Atemnot, da der gesamte Rachen mit einem gelblichen Belag überwuchert wird, der durch die extreme Schleimhautschädigung verursacht wird. Häufig kommt dieser Erreger auch bei unseren Stadttauben vor, die daran jämmerlich zugrunde gehen, weil deren Schicksal leider keinen interessiert. Doch das soll an dieser Stelle kein Thema werden.

Eine weitere recht einfach Untersuchung stellt die

Kotuntersuchung auf Parasiteneier und Macrorhabdus ornithogaster dar.

Es sollte eine ganz frische Kotprobe, die noch weich und grün ist, ohne Harnsäureanteil (das Weisse im Klecks) auf Parasiteneier untersucht werden. Gerade wenn Vögel aus Aussenvolieren kommen, haben sie oft Spulwürmer. Wenn Harnsäure mit in die Probe unter das Mikroskop gelangt, sieht man vor lauter schwarzen Pünktchen nichts.

Macrorhabdus erkennt man als große durchsichtige, lediglich fein schwarz abgegrenzte große längliche Strukturen, die am ehesten Bakterien ähneln. Daher hat Macrorhabdus ornithogaster auch seinen umgangssprachlichen Namen Megabakterien (also sehr große Bakterien) oder kurz Megas erlangt. Da dieser Hefepilz aber nicht immer ausgeschieden wird, können auch negativ ausfallende Proben bei befallenen Vögeln vorkommen. Dies ist aber kein Grund zur Panik, da man mittlerweile davon ausgeht, dass quasi alle Wellensittichbestände durchseucht sind und auch positiv getestete Vögel nie erkranken müssen. Das Gemeine oder auch der Vorteil an der Krankheit ist, dass sich Macrorhabdus erst in einem geschwächten Vogelorganismus ausbreitet, wie z.B. beim Vorliegen eines Tumors. Ich habe bis jetzt erst zwei Vögel an Macrorhabdus verloren, wovon beide einen Tumor hatten und wo die 28tägige Behandlung mit Amphotericin B nicht angeschlagen hatte. Macrorhabdus besiedelt die Belegdrüsen des Magens, die Salzsäure produzieren, weswegen die Körner nicht mehr ausreichend verdaut werden können, der Vogel in Folge abmagert (Going-light-syndrome deswegen auch genannt) und es zum Erbrechen unverdauter Körner kommt oder diese über den Kot ausgeschieden werden. Somit handelt es sich hierbei um charakteristische Leitsymptome.

Seit 2012 ist durch den Wegfall der Psittakose-Verordnung auch eine Untersuchung auf Chlamydien sinnvoll.  Bei Chlamydia psittaci handelt es sich um intrazelluläre Erreger, weswegen ein TROCKENER Tupfer unerlässlich ist. Denn nur so wird Zellmaterial abgetragen, in dem sich die Chlamydien gegebenenfalls aufhalten. Wichtig ist hier die Entnahme von drei Lokalisationen: Konjunktiven (Bindehaut am Auge), Rachen/Choanen und Kloake. Bitte in dieser Reihenfolge, weil für alles ein- und derselbe Tupfer verwendet wird, der dann in ein spezielles Nährmedium gesteckt wird. Diese Untersuchung muss dann weiter per PCR in einem Labor erfolgen, weil der Nachweis ansonsten nicht aussagekräftig ist.

Weil gerade wieder Grabmilben auf dem Vormarsch sind, sollte der Neuzugang, gerade wennn er noch jung (unter 2 Jahren) ist,  ein Spot on dagegen bekommen (meist Ivomec), da Grabmilben im Vogelkörper jahrelang symptomlos leben können und plötzlich ausbrechen können. Dies passiert meist, wenn der Vogel in eine neue Umgebung kommt, an etwas anderem erkrankt ist oder aus sonstigen Gründen Stress hat. Die Grabmilben befallen oft zuerst die Wachshaut, können aber auch auf Augen, Schnabel und Beine und am unangenehmsten auf die Kloake übergehen. Schon bei den ersten kleinen Verkrustungen sollte man dringend schnellstmöglich handeln und nicht erst warten, bis die Milben mit ihren Bohrgänge das Gewebe zerfressen haben. Grabmilben sind wirklich einfach zu behandeln. Da muss kein Welli drunter leiden. Sollte der Befall dennoch schon zu Bohrgängen geführt haben, können auf Schnabel und Ständer Paraffinöl aufgetragen werden, die die Milben in ihren Gängen ersticken lassen. Die Borken sollte man aufweichen und diese dann vorsichtig entfernen. Gegebenenfalls muss die Behandlung mit Ivermectinen mehrfach wiederholt werden. (EDIT: Ich hatte zeitweise einen Vogel mit schwerstem Milbenbefall aufgenommen, den ich über vier Wochen behandeln musste. Daher weiß ich, dass es völlig ausreichend ist, einmal wöchentlich mit Ivermectinen zu behandeln und man den Stress des Einfangens und Einölens der betroffenen Stellen dem Wellensittich gerne ersparen kann.)

(Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und setzt den Schwerpunkt auf die Art der Probenentnahme. Für das Bild und Behandlung der Erkrankungen ist dieser Artikel in keiner Weise hinreichend, da auch nicht darauf ausgelegt!)

Tierschutz!? Eine Geschichte (noch?) ohne Happy End

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Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich euch erzähle, was mir neulich bezüglich des Tierschutzes passiert ist. Ich will niemanden bloßstellen, deswegen werde ich das anonymisiert darstellen, aber vielleicht könnt ihr mir ja helfen, zu verstehen.

Ich habe kürzlich auf einer Tierheimseite zwei flugunfähige Wellensittiche entdeckt. Da sie eine ganze Weile auf der Seite standen, habe ich nachgefragt, ob die Zwei noch da wären und wie sie ihre Vermittlungschanchen einschätzen. Ferner, ob sie noch eine Ursache für die Flugunfähigkeit wüssten und dass ich gerne bei der Vermittlung behilflich sei, weil flugunfähige Wellensittiche ja besondere Bedürfnisse haben.

Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf, dass der eine Welli bereits verstorben sei und der andere nicht zur Vermittlung stünde, weil es ihm nicht gut ginge. Sie sagten noch, dass er nicht leiden müsste, weil er ja bei anderen Vögeln säße. Ich war angesichts dieser Begründung so perplex, dass ich mich nur bedankt und verabschiedet habe. Mehrfach versuchte ich zurückzurufen, nachdem ich meine Fassung wieder gewonnen hatte. Niemand ging ran.

Also beschloss ich kurzerhand, die knappe Stunde Fahrt in Kauf zu nehmen und noch am selben Tag persönlich im Tierheim vorbeizusehen. Als ich dort nachfragte, weswegen der zweite Welli jetzt nun auch nicht mehr zur Vermittlung stünde, wurde ich an das Kleintierhaus verwiesen, sodass zwei Pfleger dessen plötzlich vor mir standen. Die eine Pflegerin erzählte mir, dass es dem Welli nicht gut ginge und man da nichts machen könne, da er ja schon alles hätte, was er braucht: frisches Wasser, gutes Futter, frisches Obst und Vitamin C ins Trinkwasser. Er wäre entwurmt worden und hätte etwas gegen Ektoparasiten bekommen. Er käme aus schlechter Haltung und wäre wie sein Kumpel, der bereits verstorben ist, angesichts der guten Haltung im Tierheim so gestresst, dass es ihm jetzt nicht gut ginge.

Daran sind mir verschiedene Dinge aufgestoßen, sodass ich mit Engelszungen zu erklären begann: Da die meisten Wellensittiche Macrorhabdus haben, ist Obst nichts für Wellensittiche, weil es durch den enthaltenen Zucker das Wachstum dieses Hefepilzes stark begünstigt. Da diese Erkrankung oft in Kombi mit Stress auftritt, ist es aus meiner Sicht das Falscheste, gerade dann Obst zu füttern. (Das habe ich dort so natürlich nicht gesagt, ist aber meine Meinung.)

Weiterhin versuchte ich zu erklären, dass man bei Vögeln durchaus durch Diagnostik und Behandlung bei einem schon schlecht aussehenden Welli  noch Vieles retten kann. Daraufhin wurde mir erklärt, dass es ihre Möglichkeiten überstiege, den Vogel von einem vogelkundigen Tierarzt untersuchen zu lassen. Als ich anbot, die Behandlung zu übernehmen, wurde behauptet, dass dies nicht ginge, weil ihr Tierarzt keine kranken Vögel rausgäbe.

Ich bat darum, mit diesem Tierarzt sprechen zu dürfen. Dies wurde abgelehnt mit der Begründung, dass dieser von einer Tierärztin angezeigt worden wäre, nachdem diese jahrelang kranke Vögel mitgenommen und aufgepäppelt hätte. Mein Bitten wäre dadurch angeblich kontraproduktiv.

Ich erzählte von meinen Vögeln und bekundete mein Bedauern, dem kleinen Piepmatz dort nicht helfen zu dürfen.

Doch alles freundliche Erklären und Bitten half nichts. V.a. die eine von beiden blieb bei ihrem anfangs ausgesprochenen rigorosen „Nein“.

So blieb mir nichts weiter, als mich zu verabschieden und den kleinen Mann dort schweren Herzens sitzen zu lassen, nachdem ich abermals bekundet hatte, ihn jederzeit abzuholen und zu einem vogelkundigen Tierarzt auf eigene Kosten zu bringen.

Alles in allem hatte ich das Gefühl, dass dort etwas verborgen liegt. Dies ging mir schon nach dem Telefongespräch so und nach meinem persönlichen Besuch hat sich dieses  Gefühl verstärkt. Ich verstehe nicht, warum sie den kleinen Mann, dem es offensichtlich schlecht geht, inmitten von anderen Vögeln sitzen lassen, mit der Begründung, dass er ja nicht leide, wenn er Vögel zur Gesellschaft hätte. Es muss doch irgendeinen Grund haben, warum der eine Vogel verstarb und es dem anderen schlecht geht. Dabei handelt es sich zudem noch um Fußgänger, die in einer normalen Voliere schlecht bis lebensbedrohend aufgehoben sind, da die Absturzhöhe zu hoch ist. Zumal in dieser Voliere unten Kaninchen drin laufen.

Ich verstehe nicht, wie Menschen, die im Tierschutz arbeiten, einfach zusehen können, wie dieser augenscheinlich behandlungswürdige Vogel einfach so dahinsiecht bis zum Tod (der ohne Behandlung absehbar ist). Wenn ihr es versteht oder euch noch etwas einfällt, was ich tun könnte, sagt es mir bitte gerne!

Das nächste Mal gibt es wieder eine Geschichte mit Happyend!

Brutigkeit beim Wellensittich – Gefahren und Prophylaxe/Massnahmen

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Dieser Artikel ist schon viele Monate alt, die Grundzüge sind noch aktuell, aber ihr findet unten ein Update vom Dezember 2018!

Liebe ist schön. Keine menschliche Zuwendung ersetzt einen kraulenden, liebkosenden Schnabel!

Allerdings hatte ich diesen Winter das Problem, dass meine Hähne wie verrückt balzten und meine Hennen stark bedrängten. Zunächst habe ich Tee aus Mönchspfeffer gekocht, der in geringen Dosierungen den Geschlechtstrieb hemmt. In hohen Dosierungen wirkt dieser hingegen sogar steigernd. Weniger ist hier also mehr. Es haben wohl früher die Mönche den Mönchspfeffer zu sich genommen, um ihre Gelüste zu reduzieren. Den Tipp habe ich von einer guten Bekannten bekommen, die damit gute Erfahrungen bei der gleichen Problematik in anderen Schwärmen gemacht hat.

Als dies nichts half, habe ich wieder mit ihr telefoniert. Nachdem ich die wildesten Hähne und Hennen jeweils zwei bis drei Tage voneinander getrennt habe, indem ich sie eingesperrt habe und nach dem Ablauf der Zeit gewechselt habe, haben sich die Gemüter etwas abgekühlt. Denn durch dieses Verfahren waren sie knapp zwei Wochen voneinander getrennt, wobei jeder immer nur kurz eingesperrt war. Das war mir wichtig, denn Vögel brauchen den Freiflug für ihre Atmung. Nur beim Fliegen werden die Luftsäcke (aus denen der Vogel quasi komplett besteht… ;)) ausreichend ventiliert/belüftet. Erfolgt dies nicht, können sich dort Bakterien oder Pilzsporen festsetzen, die den Vogel sehr krank machen können. Für diesen Zweck habe ich eine dritte Voliere gekauft, da die beiden vorhandenen Volieren meiner Bande als Rückzugsort, Kletterpark und Futterplatz dienen. Die konnte ich also nicht zumachen. So saßen also immer drei bis fünf Vögel in der dafür angeschafften Voliere, die natürlich auch im Vogelzimmer steht. Es geht nur darum, dass sie keinen direkten Kontakt zueinander haben, sich also nicht füttern und nicht begatten können.

Einen Fehler, den ich begangen hatte, war, dass ich dauerhaft Korvimin ZVT fütterte. Das ist ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat, das speziell für Ziervögel und Reptilien hergestellt wurde. Da meine Hennen durch die Eiablage viel Kalzium verloren, gab ich natürlich auch Korvimin. Was ich nicht bedacht hatte, war, dass die Vögel dermaßen brutig waren, weil es ihnen bei mir so gut geht und sie optimale Bedingungen vorfanden. Das Frischfutter hatte ich schon reduziert, weil ein Überfluss an Grün den Vögeln auch beste Brutbedingungen suggeriert. An das Korvimin hatte ich nicht gedacht, dass durch die Vitamin natürlich den gleichen Effekt hat. Gott sei Dank, gab mir da wieder mal Tatjana den entscheidenden Hinweis.

Ich besorgte mir ein reines Kalziumpräparat, um bei meinen ausgelaugten Hennen, die Erholung zu beschleunigen. Hennen stecken nämlich alles an Kalzium, was sie haben, in das Ei. Wenn das häufig passiert, ist der Kalziumspiegel im Keller, was sogar zum Tod führen kann. Beispielsweise durch eine Legenot, weil die Eischale nicht gut genug ausgebildet ist oder schlicht durch Erschöpfung, das Kalzium im Körper auch für Muskelkontraktionen benötigt wird, wie auch im Legedarm. Beachten sollte man bei den Kalziumpräparaten aber, dass nicht alle gleich gut geeignet sind. Brausetabletten kann man nur geben, wenn man diese über das Trinkwasser verabreicht. Ob es dann von den Vögeln aufgenommen wird, ist eine andere Frage. Denn Wellensittiche können bis zu drei Wochen ohne Wasser auskommen, weswegen viele Exemplare einfach nicht trinken, wenn das Wasser sensorisch (also geschmacklich oder geruchlich) verändert ist. Ein Grund, weswegen man auch bei Medikamenten, die das Wasser färben, stets einen passenden Napf in der Farbe verwenden sollte, damit die Vögel die farbliche Veränderung nicht sehen (kein Witz). Ich verwende aus diesem Grund Kautabletten und Filmtabletten, die ich im Thermomix fein zerkleinern kann. Diese streue ich dann über das Futter und vermenge es ein bisschen. Würde man Tabletten, die mit Ascorbinsäure versetzt sind, über das Futter geben, würde es im Vogel sprudeln und das will ja schliesslich keiner. Daher gegebenfalls in der Apotheke beraten lassen (hab ich auch getan). Ich verwende Calcium Sandoz Osteo Kautabletten oder Calcium Verla 600mg Filmtabletten, wobei letztere meines Erachtens nach die besser geeigneten sind.

Damit Kalzium allerdings aufgenommen werden kann, muss Vitamin D3 zur Verfügung stehen. Dies wird in der Haut beim Vorhandensein von UV-B- Licht gebildet. Deswegen sind sogenannte Bird-Lamps so wichtig.

Weiterhin habe ich den Lichttag radikal auf acht Stunden reduziert, damit die kleinen Rabauken begreifen, dass Winter und NICHT Frühling ist.

Den Mönchspfeffertee, den ich einmal in der Woche gab, habe ich auch gegen Kaltauszüge von Mönchspfeffer im Trinkwasser ersetzt, indem ich pro Napf (etwa 200ml) zwei Körner des Tees in Rohform reingab. Dies hat die Vorteile, dass das Trinkwasser nicht anders schmeckt und  dass nur minimale Mengen in das kalte Wasser abgegeben werden und ich es so täglich geben kann.

Eine recht einfach Massnahme ist weiterhin, dass ich die Temperatur im Wellizimmer auf 18 Grad abgesenkt habe, um den brutfeindlichen Winter Australiens zu simulieren. Viel weiter runter sollte man mit der Temperatur aber nicht gehen, also die Heizung bitte auf 1 laufen lassen, sonst gibt es vielleicht gefrorenes Hühnchen…

All diese Massnahmen zusammen, haben endlich Ruhe reingebracht. Ich bin so dankbar, endlich ist wieder Frieden eingekehrt, es werden keine Eier mehr gelegt und ich habe wieder zufriedene Vögel statt aufgescheuchte Hühner.

Auf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen: meine kürzlich verstorbene Fußgängerin Lilli – sie war mein Herzensvogel; Karlchen, der mir gezeigt hat, wie schön es ist, mehr als nur drei Wellis zu haben (ab vier beginnt ein Schwarm so langsam und sie werden ruhiger); Lina und Kojo, mein Traumpaar (Lina litt an einer Xanthomatose, einer Lebererkrankung bei der sich kleine Cholesterinnadeln in die Haut einlagern, was zu Juckreiz führt und die Vögel sich daher zu rupfen beginnen. Es ist leider nicht heilbar, kann aber durch die Gabe von Mariendistelpulver über das Futter reduziert werden); und last but not least: Kiwi, mein Ältester mit 14 Jahren. Er ist altersgemäß etwas ruhiger, aber noch sehr fit!).

Update (Dezember 2018):

Calcium

Die Knochensubstanz meiner Wellihennen war im letzten Winter denkbar schlecht. Damals gab ich die Calciumpräparate ja übers Futter. Mittlerweile bin ich völlig auf das Trinkwasser umgestiegen. Da ich meine Wellis an das Trinken von verdünntem Cistustee gewöhnt habe, der sich positiv auf die Funktion des Immunsystems auswirken soll, kann ich nun neben dem Calcium auch ein pflanzliches Schmerzmittel für meine Arthrose geplagten Wellis, Vitamine und Aminosäuren verabreichen.

Diese Kombination hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit meiner Wellensittiche, was man auch im Röntgenbild an der guten Knochenstruktur sehen kann.

Ich zermörsere für diesen Effekt seit Herbst Calcium Verla Filmtabletten in der hohen Dosierung von 600mg und gebe davon einen Viertel-Teelöffel auf einen 250ml  Trinknapf. Sollten eure Wellis diese Dosierung geschmacklich nicht akzeptieren, nehmt ruhig weniger. Ein bisschen ist besser als gar nichts.

Wichtig ist nur die gleichzeitige Gabe von Vitamin D3 z.B. durch Korvimin, besser aber natürlich von den Vögeln selbst über das UV-Licht von speziellen Vogellampen gebildet. Achtet bitte darauf, dass diese Lampen nach Herstellerangaben regelmäßig getauscht werden müssen, da die Leuchtkraft wesentlich länger erhalten bleibt, als die wertvolle UV-Strahlung abgegeben wird, die wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können.

Tagesrhythmus

Seitdem im Herbst das erste brutige und Balzverhalten auftrat, habe ich den Lichttag konsequent auf 12 Stunden verkürzt, was der in Australien vorherrschenden Tag- und Nachtgleiche entspricht.

Damit komme ich in diesem Winter bis jetzt gut aus und bin froh, meinen Vögeln damit im Vergleich zum Vorjahr längere Aktivitätsphasen ermöglichen zu können.

Korvimin

Auf Korvimin verzichte ich in der stärksten Phase der Brutigkeit weitestgehend, während ich es im Sommer, wenn diesbezüglich Ruhe war, einmal wöchentlich gegeben habe.

Meine chronisch kranken Vögel bekommen es aber ganzjährig ohne Pause über das Futter.

Räumliche Trennung

Eine räumliche Trennung der Paare, wie ich es im letzten Jahr vorgenommen hatte, ist nur noch selten nötig. Lediglich ältere Hennen, die zudem körperliche Einschränkungen aufweisen, habe ich dauerhaft durch ein Gitter vor den aufdringlichen Hähnen geschützt. Da die meisten von ihnen auch täglich Medikamente eingegeben bekommen müssen, hat das für uns den Alltag sehr erleichtert. Die flugfähigen Hennen unter ihnen lasse ich meist nach einer Medikamentengabe für einen halben Tag mit den anderen fliegen und setze sie nach der zweiten Medikamentengabe des Tages wieder in die Voliere, wo sie dann wieder ihre Ruhe haben.

Das führt dazu, dass sie von den Hähnen weitestgehend in Ruhe gelassen werden, wohl, weil sie die Hennen nicht permanent zur Vefügung haben.

Hormone

In diesem Jahr bin ich auch dazu übergegangen, die Wellensittiche, egal ob männlich oder weiblich, die durch eine hormonelle Aktivität in lebensbedrohliche Gesundheitszustände übergehen können, mit einem Hormonchip zu versehen. Dieser ist nicht gerade kostengünstig und muss meist mit einer kurzen Narkose gesetzt werden, hat sich aber bewährt.

Für die nicht ganz so schlimmen Fälle habe ich von meinem Vogeltierarzt ein Testosteronpräparat für Vögel bekommen. Entweder es wirkt toll oder gar nicht. Ich habe den Eindruck, dass es bei meinen Hennen ganz gut wirkt, man kann es mehrere Male bei Bedarf hintereinander geben. Zur Dosierung und maximalen Anwendungszeit bitte beim eigenen Vogeltierarzt nachfragen und auf den eigenen Vogel zugeschnitten diesbezüglich beraten lassen.

Bastelanleitung – Wellensittich-Abenteuer-/Piratenspielplatz

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Wie aus vielen alten Spielsachen…[/one_third_first][one_third]…mit einer neuen Bodenplatte aus alten Holzresten…[/one_third][one_third_last]

…und den Abschnitten eines Haselnussstrauches vom letzten Vogelbaumbau…[/one_third_last]

…ein wahnsinnig toller Abenteuerspielplatz für die Luftpiraten mit Piratenausguck und Hängebrücke entstehen kann!!!

Welcher Wellensittich-Halter kennt es nicht. Man kauft die teuren fertigen Spielzeuge oder auch die Rohmaterialien wie Korkröhren, Naturgrasmatten etc. und ruckzuck haben die kleinen Schredderkönige alles zerlegt und zum Spielen unbrauchbar gemacht. Da einzelne Teile noch zu gebrauchen, aber alleine zu langweilig für die anspruchsvollen kleinen Papageien sind, wirft man sie nicht weg. Meistens verstauben sie dennoch irgendwo in einer Kiste. Bei mir sind das mittlerweile mehrere Kisten und immer öfter packt mich der Ehrgeiz, daraus neue schöne Sachen für die kleinen Lieblinge zu basteln. Gott sei Dank, habe ich einen Mann, der ebenso Spaß an Holzarbeiten hat. Und so kann es schonmal passieren, wie damals an diesem schönen Sonnentag, dass wir das Werkzeug auf die Terrasse schleppen und im Freien kreativ werden. Hat sich doch gelohnt, oder!? Die Wellis sitzen jedenfalls gerne auf ihrem Piratenausguck! 🙂